Olympia 2008 Hambüchen stürzt ab und verpatzt die Medaille
Hamburg - Die deutsche Turn-Mannschaft hat die Medaille im Team-Wettkampf hauchdünn verpasst. Reck-Weltmeister Fabian Hambüchen zeigte vor 18.000 Zuschauern im ausverkauften Nationalen Hallenstadion Nerven und stürzte von seinem Spezialgerät. Da auch seine Teamkameraden nicht fehlerfrei blieben, landete die Riege in der Endabrechnung mit 274,600 Punkten nur auf den vierten Platz. Der Sieg ging an die Mannschaft aus China (286,125 Punkte). Mit deutlichem Rückstand folgte Athen-Olympiasieger Japan (278,875) auf Platz zwei vor dem überraschend starken US-Team (275,850).
Das deutsche Volleyball-Team der Männer hat auch das zweite Vorrundenspiel verloren. Die Mannschaft von Bundestrainer Stelian Moculescu unterlag gegen den Weltranglisten-Zweiten Russland mit 2:3 (27:25, 21:25, 25:21, 23:25, 14:16). Im Vergleich zur Auftaktniederlage gegen Polen zeigte sich die deutsche Auswahl, die zum ersten Mal seit 36 Jahren wieder für Olympische Spiele qualifiziert ist, deutlich verbessert. Um den Viertelfinal-Einzug muss die Mannschaft trotzdem bangen.
Die deutschen Pistolenschützen haben das olympische Finale verpasst und damit die Serie der Enttäuschungen fortgesetzt. Hans-Jörg Meyer landete im Wettbewerb mit der Freien Pistole mit 557 Ringen auf Platz 13. Zum Einzug ins Finale fehlten zwei Ringe. Florian Schmidt landete mit 549 Ringen auf Platz 29. Damit bleiben die deutschen Schützen nach 8 von 15 olympischen Entscheidungen ohne Medaille.
Eine Niederlage musste auch Marc Zwiebler einstecken. Im Achtelfinale des olympischen Turniers ist der deutsche Badminton-Meister ausgeschieden. Der 24. der Weltrangliste war beim 13:21, 11:21 gegen den Südkoreaner Lee Hyun Il chancenlos.
Säbelfechter Nicolas Limbach hat die erhoffte Medaille verpasst. Der Weltranglistenerste, der zu den großen Medaillenhoffnungen des Deutschen Fechter-Bundes zählte, unterlag in einem spannenden Achtelfinale dem weißrussischen Europameister Alexander Bujikewitsch 14:15. Bereits bei der EM vor einem Monat in Kiew hatte er sich im Halbfinale Bujikewitsch geschlagen geben müssen.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und das Nationale Olympische Komitee Indiens (IOA) haben in Peking ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Schwerpunkt der Zusammenarbeit soll die olympische Erziehung sein. Indien hat keine Olympische Akademie und möchte sich beim Aufbau einer solchen Einrichtungen am deutschen Vorbild orientieren.
Die Zusammenarbeit knüpft an Projekte Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre an. "Wir wollen die damals begonnene Zusammenarbeit ausbauen und mit neuen Ideen beleben", erklärten DOSB-Präsident Thomas Bach und IOA-Präsident Suresh Kalmadi.
jok/sid/dpa