Olympisches Hammerwerfen Heidler verliert Bronze im letzten Wurf

Bis zum letzten Durchgang lag Betty Heidler auf dem Bronzerang. Dann wurde sie doch noch abgefangen. Die Polin Anita Wlodarczyk gewann Gold mit Weltrekord.

Betty Heidler
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Betty Heidler


Betty Heidler hat die Bronzemedaille im Hammerwerfen knapp verpasst. Nach dem fünften von sechs Durchgängen lag die deutsche Leichtathletin noch auf dem dritten Rang, dann kam Sophie Hitchon. Mit britischem Landesrekord (74,54 Meter) überbot sie Heidler (73,71) durch ihren letzten Wurf und schaffte es doch noch aufs Podest.

Gold ging an die Polin Anita Wlodarczyk. Sie dominierte das gesamte Finale, die Weite von 82,29 Metern bedeutete einen neuen Weltrekord. Silber ging an Zhang Wenxiu aus China (76,75).

Heidler hatte im Vorfeld als Medaillenkandidatin gegolten. 2012 in London hatte sie Bronze geholt und mehr als drei Meter weiter geworfen als in Rio (77,12). Dort schaffte sie in Durchgang fünf ihren besten Wurf. Anschließend konnte sie sich jedoch nicht mehr verbessern und musste mit ansehen, wie Hitchon sich an ihr vorbeischob.

Für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) bleibt es damit vorerst bei zwei Medaillen. Beim Diskuswerfen hatte Christoph Harting Gold und Daniel Jasinski Bronze gewonnen.

aev



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hf1205 15.08.2016
1. Wieder
ein Super Weltrekord einer Sportlerin aus Polen mit Vergangenheit. Ich denke der Mediziner bei der ARD, der davon sprach, dass es heute Kombi-Präparate gibt, die man nicht nachweisen kann, hat recht. Es gab schon bei den Schwimmern Fabelrekorde, die man zu Zeiten der Vollanzüge nicht für möglich gehalten hätte. Ebenso beim Laufen wie den 400 m und einige andere. Auch die Dame aus Bahrain bei den 3000 m Hindernis, die kurz vor dem WR abgebremst hat um dann bei anderen Veranstaltungen die entsprechende Prämie zu kassieren. Wie frustrierend muss es für junge Sportler sein, die sich aus vielen Gründen von Doping fernhalten und dann sehen, wie Chancenlos sie gegen ander Fragwürdige Teilnehmer sind. Man sollte seine Kinder vom Leistungssport fernhalten, bis es einmal wirklich Durchgreifende Änderungen im Weltsport bei der Doping Kontrolle und Ahndung der Verstöße gibt.
testuser2 15.08.2016
2. 10 m weiter als die 4. platzierte Betty Heidler
Ist schon ein krasser Unterschied, die Polin wirft den Hammer fast 10 m weiter. Natürlich fragen sich Athleten, ob die Konkurrenz unerlaubt gesteigert hat oder nicht. Aber Polen als wichtiger Partner des Westens für die Stationierung von Sprengköpfen, da wird der Sport ganz schnell politisch. Wenn die eigenen Athleten doping-frei sein sollen, muss man auch damit einverstanden sein, dass weniger Medaillen gewonnen werden. Die fallen dann fast nur noch in den eher technischen Sportarten wie Schießen und Reiten an, nicht mehr in den Sportarten, bei denen chemische Substanzen die Leistung derart steigern. Vielleicht können wir ja die Brasilianer noch im Fußball (Neu-Auflage des WM-Spiels) und im Beach-Volleyball (Die Damen gegen 2 brasilianische Teams hintereinander ?) etwas ärgern.
ilganhe 15.08.2016
3.
sie hat nicht die Bronzemedaille verloren, sondern sie nicht gewonnen!!! nur so rum wird ein Schuh daraus.
Ausfriedenau 15.08.2016
4. Völlig korrekt
Zitat von hf1205ein Super Weltrekord einer Sportlerin aus Polen mit Vergangenheit. Ich denke der Mediziner bei der ARD, der davon sprach, dass es heute Kombi-Präparate gibt, die man nicht nachweisen kann, hat recht. Es gab schon bei den Schwimmern Fabelrekorde, die man zu Zeiten der Vollanzüge nicht für möglich gehalten hätte. Ebenso beim Laufen wie den 400 m und einige andere. Auch die Dame aus Bahrain bei den 3000 m Hindernis, die kurz vor dem WR abgebremst hat um dann bei anderen Veranstaltungen die entsprechende Prämie zu kassieren. Wie frustrierend muss es für junge Sportler sein, die sich aus vielen Gründen von Doping fernhalten und dann sehen, wie Chancenlos sie gegen ander Fragwürdige Teilnehmer sind. Man sollte seine Kinder vom Leistungssport fernhalten, bis es einmal wirklich Durchgreifende Änderungen im Weltsport bei der Doping Kontrolle und Ahndung der Verstöße gibt.
Niemand glaubt mehr, dass insbesondere die amerikanischen und britischen Teilnehmer ohne systematisches Doping diese Leistungen bringen können. Diese gesamten olympischen Spiele sind ein Betrug am Zuschauer und den wenigen sauberen Athleten. Mit Russland, denen der Westen gegenwärtig jede Schweinerei anhängt, hat man einen "Übeltäter" gefunden, auf den man die gesamte Dopingproblematik konzentrieren und somit vom eigenen Dopinggebahren ablenken kann. Offensichtlich haben es aber die Amis und die Tomis mit dem Doping übertrieben und stören den Medaillienverteilungsschlüssel.
Mike1108 15.08.2016
5. in ein paar Jahren
wird die Medaillenvergabe vielleicht anders aussehen als heute, also mal abwarten.....
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