Olympia Weitere russische Athleten gesperrt

Die Überprüfung der russischen Athleten geht weiter und mit ihnen folgen auch neue Sperren. Jetzt wurden ein Ringer und mindestens drei Radsportler von den Spielen in Rio ausgeschlossen.

Olympische Ringe
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Der Ringer-Weltverband UWW hat dem Russen Wiktor Lebejew das Startrecht für die Olympischen Sommerspiele in Rio (5. bis 21. August) verweigert. Der Freistil-Ringer in der Klasse bis 57 kg hatte bei der Junioren-WM 2006 einen positiven Test. Den freigewordenen Platz soll auf Vorschlag des Weltverbandes das weißrussische Team übernehmen.

Die übrigen 16 russischen Ringer dürfen antreten. Der Verband schickte eine entsprechende Empfehlung an das Internationale Olympische Komitee (IOC) und an den Internationalen Sportgerichtshof Cas. Das Überprüfungsverfahren habe den McLaren-Bericht, die Doping-Testergebnisse von internationalen Doping-Agenturen sowie eine Überprüfung früherer Doping-Sperren der russischen Ringer beinhaltet, hieß es.

Außerdem hat der Radsport-Weltverband (UCI) drei namentlich nicht genannte russische Radsportler von Olympia ausgeschlossen. Drei weitere könnten folgen, in diesen Fällen seien die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Die betroffenen Radsportler seien im McLaren-Report namentlich erwähnt worden oder hätten durch vorherige Dopingvergehen die Auflagen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) verletzt.

Elf russischen Radsportlern räumte die UCI dagegen das Startrecht ein. Alle Entscheidungen seien "nach intensiver Analyse der bisherigen Tests dieser Fahrer" erfolgt, teilte der Verband mit. Schon zuvor waren zahlreiche russische Athleten in Folge des McLaren-Berichts für die Spiele gesperrt worden.

aev/sid



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