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22. August 2013, 00:22 Uhr

Wut auf Politiker

Rios Bürgermeister nennt Olympische Spiele "eine Schande"

Vorfreude klingt anders: Eduardo Paes, Bürgermeister von Rio de Janeiro, übt harsche Kritik an den Olympischen Spielen in seiner Stadt. "Wir werden die Altlasten tragen müssen", sagt er in einem TV-Interview.

Hamburg - Die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro sollen ein großes Sportfest werden. Doch in Brasilien gab es schon während des Fußball-Confed-Cups erhebliche Proteste gegen die Milliardenausgaben für Olympia und die Fußball-WM 2014.

Nun hat Rios Bürgermeister Eduardo Paes die Ausrichtung der Sommerspiele scharf kritisiert. "Es ist eine Schande, dass Brasilien die Olympischen Spiele austrägt. Wir werden die Altlasten tragen müssen", sagte Paes in einem Interview mit dem TV-Sender ESPN, das am Freitag ausgestrahlt werden soll.

Nach Angaben des Bürgermeisters sei es völlig unklar, in welcher Form die Sportstätten nach dem Ende der Spiele genutzt werden sollen. Zudem klagte Paes das Verhalten der Regierung an und monierte das Fehlen einer Strategie. "Es ist ein Skandal, wie die Dinge hier laufen. Es ist schwer, mit dem Sport in Brasilien angesichts der Qualität unser Führungskräfte umzugehen. Sie bekleiden ihre Ämter ein Leben lang", sagte der 43-Jährige. Auch den Fußball-Weltverband Fifa kritisierte Paes bezüglich der WM-Endrunde 2014 hart: "Sie interessieren sich nur für die Stadien."

Im Juni war der Confed Cup in Brasilien von teils gewalttätigen Protesten begleitet worden. Die Demonstranten wollten mit ihren Aktionen unter anderem auf die Korruption in dem südamerikanischen Land aufmerksam machen.

max/sid

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