Sommerspiele 2024 Breakdance erstmals im Programm für Olympia

Die Olympischen Spiele in Paris sollen urbaner werden. Deswegen hat das Pariser Organisationskomitee Breakdance als neue Sportart vorgeschlagen. Das IOC hat dem nun zugestimmt.

In Paris könnte bei Olympia zu Hip-Hop-Musik getanzt werden. (Archivbild)
MARCIN OBARA/DPA

In Paris könnte bei Olympia zu Hip-Hop-Musik getanzt werden. (Archivbild)


Die Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat für eine Aufnahme von Breakdance ins Programm der Olympischen Spiele 2024 in Paris gestimmt. Die Hip-Hop-Tanzform dürfte damit in Paris ihre olympische Premiere feiern.

Für die Spiele in Tokio 2020 wurden darüber hinaus Surfen, Skateboarding und Sportklettern in das Programm aufgenommen. Das IOC wird allerdings erst Ende 2020 endgültig über die Integration der vier Sportarten in das Programm von Paris befinden und sie bis dahin intensiv beobachten. Karate und Baseball/Softball werden nach ihrem vorübergehenden Gastspiel in Tokio für die Spiele in Paris wieder aussortiert.

Durch die Agenda 2020 war das bisherige Limit von 28 Sommersportarten bereits 2014 aufgehoben worden. Die Olympia-Gastgeber können seitdem Vorschläge für weitere Sportarten machen. Das Pariser Organisationskomitee (OK) hatte dem IOC daraufhin die vier Sportarten vorgeschlagen, "um den Spielen eine urbanere Dimension zu verleihen". Tony Estanguet, Chef des Organisationskomitees, gab "mehr Sport in der Natur" sowie "mehr Kunst und Artistik" als Ziele aus.

Breakdance hatte bereits bei den Olympischen Jugendspielen 2018 in Buenos Aires zum Programm gehört. Die Teilnehmer trafen dabei in sogenannten "Dancebattles" aufeinander, die von einer Jury bewertet wurden. Qualifizieren konnten sie sich durch die Einsendung eines Videos. Als Sportart ist Breakdance offiziell der Welttanzsportvereinigung (WDSF) zugeordnet.

hba/sid/dpa



insgesamt 5 Beiträge
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edfe 25.06.2019
1.
Eine weitere "Sportart", die mit irgendwelchen obskuren, höchst subjektiven Bewertungen einhergeht. Nichts was objektiv messbar ist und so "Olympia-Sieger" hervorbringt Zudem hechelt man wieder dem Zeitgeist hinterher . Schlage vor auch Hallen-Jojo in das Programm aufzunehmen...
M. Vikings 25.06.2019
2. Schön.
Die rythmische Sportgymnastik der Männer hat es nicht geschafft. Aber Breakdance ist ja ähnlich, nur ohne Geräte und mit auf'm Kopf stehen.
brazzo 25.06.2019
3. @M. Vikings
Ich weiß, ist nicht für jeden was und gegen so herausragende Disziplinen wie um die Wette laufen, in einen Sandkasten hüpfen, über einen Stock springen, einen Ast werfen oder auch das klassische Weitpinkeln (Wurde bei den neuzeitlichen Spielen gestrichen, aber bei den antiken Griechen war es DAS Highlight der Spiele und wurde zu Ehren des Dionysos veranstaltet.), wirkt Breakdance tatsächlich etwas zu modern und passt deshalb irgendwie gar nicht zu all diesen stupiden höher, schneller, weiter Wettbewerben.
peter-k 26.06.2019
4. Bye bye olympische Idee
Ein weiterer Nagel in den Sarg.
M. Vikings 26.06.2019
5. @ brazzo
Mein Beitrag war nur eine nüchterne Analyse in zwei Sätzen. Zu Ihrem Beitrag muss ich jetzt aber auch noch einige Anmerkungen machen. Schnell laufen, weit oder hoch springen kann einem das Leben retten, weit und/oder zielgenau werfen kann einem die Mahlzeit auf den Teller bringen. Tanzen rettet einem hingegen nur die Party. Sollen sie tanzen, ich muss das ja nicht gucken. Schlimmer ist Curling, da bekomme ich schon beim Zappen ein schlechtes Gewissen, es erinnert mich daran, dass ich eigentlich putzen müsste, aber dafür fehlt mir während der Olympischen Spiele grundsätzlich die Zeit.
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