Konkurrent für Hamburg Los Angeles bewirbt sich um Olympia 2024

Die USA schicken Los Angeles ins Rennen um die Olympischen Sommerspiele 2024. Die Metropole tritt gegen Hamburg, Paris, Rom und Budapest an.

Bürgermeister Garcetti: "Dies ist ein großartiger Tag für Los Angeles"
AFP

Bürgermeister Garcetti: "Dies ist ein großartiger Tag für Los Angeles"


Hamburg bekommt einen weiteren Konkurrenten im Rennen um die Olympischen Sommerspiele 2024. Das Nationale Olympische Komitee der USA hat die Bewerbung der kalifornischen Metropole offiziell bekanntgegeben. Los Angeles ersetzt damit Boston, dessen Kandidatur im Juli wegen des heftigen öffentlichen Widerstandes zurückgenommen worden war.

"Holt tief Luft, es gibt wenige Augenblicke wie diese in unserem Leben. Dies ist ein großartiger Tag für Los Angeles und ein großartiger Tag für die Olympische Bewegung", sagte Bürgermeister Eric Garcetti. Kurz zuvor hatte er vom Stadtrat die klare Botschaft erteilt bekommen, die Bewerbung voranzutreiben. Das Gremium, das das Thema Spiele 2024 eine Woche lang debattiert hatte, votierte mit 15:0 Stimmen dafür.

Los Angeles war bereits 1932 und 1984 olympischer Gastgeber. Sollte das IOC September 2017 für die kalifornische Metropole stimmen, wäre L.A. neben London die einzige Stadt, die zum dritten Mal das Großereignis ausrichten würde. Allerdings müssen die Macher nun versuchen, das Image als Ersatzkandidat loszuwerden.

Das Budget für die Spiele soll 4,1 Milliarden Dollar betragen, hinzu kommen rund 1,7 Milliarden Dollar von Privat-Investoren. Laut Organisatoren wird durch die Spiele ein Reingewinn von 161 Millionen Dollar erwirtschaftet.

In Hamburg entscheiden die Bürger am 29. November in einem Referendum über die Bewerbung.

syd/dpa/Reuters



insgesamt 4 Beiträge
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alkman 02.09.2015
1. Los Angeles
Eigentlich ist Europa 2024 an der Reihe. Hamburg und Budapest wären in der Lage, die Gigantomanie der olympischen Spiele zu stoppen. Los Angeles ist mir noch von 1984 wegen seines chauvinistischen Publikums und der einseitigen Bevorzugung der US-Wettkämpfer in unangenehmer Erinnerung. Atlanta 1996 (Coca Cola Games)war gesichtslos, mit Ausnahme von Muhammad Ali, der das olympische Feuer entzünden durfte. Bitte nicht schon wieder USA!
Kaos_Katte 02.09.2015
2. keine Konkurrenz
Nach den US-amerikanischen Ermittlungen gegen FIFA-Funktionäre wird sich das IOC kaum trauen, die Spiele in den USA auszutragen. Man wird eine Stadt bzw. ein Land wählen, wo nicht so scharf gegen Korruption im Sport ermittelt wird. Hamburg behält also seine Chancen.
mistermister 02.09.2015
3. Nolympia
Keiner braucht und keiner will die Olympiade in Hamburg. Das ist eine große Geldverbrennungsmaschine von der nur wenige profitieren. Im Gegenzug dafür werden in Hamburg die Lebenshaltungskosten dauerhaft hoch bleiben. Genauso war es bisher bei ALLEN Olympiastädten, wie München, London, Moskau, Seoul, LA, Calgary, Vancouver etc. Deshalb nein zur Olympia in Hamburg
joe_spon 02.09.2015
4. Mehr Bewerber
Wunderbar! Je mehr Bewerber es gibt desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Hamburg diese Kommerz- und Dopingspiele austragen muss.
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