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Pläne für Hamburg 2024: So könnte das olympische Dorf aussehen

Foto: KCAP, Arup, Vogt, Kunst + Herbert, |GMP, WES, Drees & Sommer

Planungsentwurf So könnte Olympia in Hamburg aussehen

Stadion, Schwimmhalle und olympisches Dorf auf einer Halbinsel, so plant Hamburg die Sommerspiele 2024. Nun wurde die favorisierte Bebauungsvariante diskutiert - inklusive der Nachnutzung. Im Olympiastadion könnten Wohnungen entstehen.

Olympia in Hamburg, das ist noch sehr viel Träumerei. 2024 könnte die Hansestadt Gastgeber der Sommerspiele werden, wenn, ja wenn die Hamburger beim Volksentscheid am 29. November 2015 dafür stimmen. Wenn dann im Januar 2016 die Bewerbung offiziell eingereicht ist, wenn die (immer größer werdende) Konkurrenz aus Paris, Rom oder Boston geschlagen und schließlich der Zuschlag wirklich an die Hansestadt gehen sollte. Im Sommer 2017.

Der Konjunktiv bestimmt auch die Diskussion um das zukünftige Olympiagelände. Belastbare Zahlen über mögliche Kosten gibt es noch nicht. Der Senat will diese im Herbst nach Abschluss der Planungen bekannt geben. Aber internationale Planungsbüros und Hamburger Arbeitsgruppen sitzen schon an Plänen und Skizzen, wie das auserkorene Areal auf der Halbinsel "Kleiner Grasbrook" genutzt werden soll. Vier Varianten waren es einmal. Am Dienstag wurde von den Architekten ein neuer Zwischenbericht vorgestellt - und die favorisierte Bebauungsvariante diskutiert.

Bei dieser, so geht aus einer Mitteilung der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt hervor, soll das olympische Dorf im Süden der Halbinsel entstehen. In nördlicher Richtung folgten dann das Olympiastadion, die Olympiahalle und die olympische Schwimmhalle. Auch über Ideen zur Nachnutzung der Gebäude sei nachgedacht worden, heißt es in der Mitteilung. Vorstellbar seien "ein rückgebautes Leichtathletikstadion oder Wohnungsbau im Tribünenbereich". Hamburg will mit Nachhaltigkeit punkten, Senatorin Dorothee Stapelfeldt verspricht, dass von dem Quartier und den Anlagen "langfristig möglichst viele Menschen profitieren sollen, damit ein echter Mehrwert für Hamburg entsteht".

Aber auch die Kritiker an den Olympiaplänen machen mobil. Wie das "Hamburger Abendblatt" berichtet, bereitet Die Linke einen Antrag "Für ein soziales Hamburg - NOlympia!" vor. Die Olympia-Gegner fürchten eine Spaltung der Stadt und werfen dem Senat vor, durch die späte Veröffentlichung möglicher Kosten aus dem Volksentscheid "eine Farce" zu machen. Bisherige Schätzungen gehen laut "Abendblatt" von 1,5 Milliarden Euro Kosten für Hamburg aus.

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