Olympische Spiele 2024 und 2028 IOC stimmt für Doppelvergabe

Die Sommerspiele 2024 und 2028 sollen gemeinsam bei der kommenden IOC-Session vergeben werden. Offen ist, ob Paris und Los Angeles das Verfahren akzeptieren und sich über die Reihenfolge einigen können.
Paris-Bürgermeisterin Anne Hidalgo (l.) und ihr Kollege aus Los Angeles Eric Garcetti

Paris-Bürgermeisterin Anne Hidalgo (l.) und ihr Kollege aus Los Angeles Eric Garcetti

Foto: FABRICE COFFRINI/ AFP

Erstmals seit 100 Jahren werden zwei Olympische Spiele wieder an einem Tag vergeben. Die Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) stimmte in Lausanne dafür, die Sommerspiele 2024 und 2028 am 13. September im peruanischen Lima im Block zu vergeben. Nur noch Paris und Los Angeles kommen für die Ausrichtung in Frage. Unklar blieb, welche Stadt wann zum Zug kommen wird.

Die Stadt, die für 2024 leer ausgeht, muss ihre Kandidatur für 2028 erklären. Sollten weder Los Angeles noch Paris Interesse daran haben, entscheidet das IOC in Lima nur über die Vergabe der Spiele 2024 zwischen den beiden.

Von den aktuell 95 IOC-Mitgliedern waren 83 in Lausanne. IOC-Präsident Thomas Bach stellte eine Mehrheit für die Doppelvergabe fest.

Vor der Abstimmung versuchten beide Städte mit Präsentationen die IOC-Mitglieder davon zu überzeugen, sie schon für 2024 zu wählen. Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron unterstützte die Pariser Delegation.

Für 2024 hatten sich ursprünglich auch Hamburg, Boston, Rom und Budapest beworben. Alle vier zogen zurück. Grund war fast immer das Misstrauen der Bürger in das Versprechen, die Ära des teuren Gigantismus bei Olympia sei vorbei. Für Boston ging Los Angeles ins Rennen.

luk/dpa
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