Olympia Russische Gewichtheber sind in Rio ausgeschlossen

Russland wollte acht Gewichtheber - fünf Männer und drei Frauen - zu den Olympischen Spielen nach Rio schicken. Doch der Weltverband IWF erteilt ihnen keine Startberechtigung: Die Sportart werde von den Russen in Misskredit gebracht.

Olympische Ringe im Stadion in Rio de Janeiro
DPA

Olympische Ringe im Stadion in Rio de Janeiro


Der Gewichtheber-Weltverband IWF hat alle russischen Athleten von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ausgeschlossen.

Der Verband teilte am Abend mit, dass er keinem der acht nominierten russischen Athleten, drei Frauen und fünf Männer, eine Startberechtigung erteilen werde.

Zwei der Athleten fielen unter die Sperre des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die ehemaligen Dopingsündern aus dem Land einen Start in Rio untersagt. Vier weitere wurden im McLaren-Report erwähnt, der Russland ein staatliches Dopingsystem nachwies.

"Die Integrität des Gewichthebens ist zahlreiche Male und auf mehreren Ebenen von den Russen beschädigt worden", hieß es in einer IWF-Mitteilung. "Aus diesem Grund wurde eine angemessene Sanktion ausgesprochen, um den Status des Sports zu schützen."

Präsident Christian Baumgartner vom Bundesverband Deutscher Gewichtheber (BVDG) war als Mitglied der IWF-Exekutive an der Telefonkonferenz des Weltverbandes beteiligt, in der am Freitagnachmittag die Entscheidung fiel. "Es gibt im Weltverband die Regel, dass wenn ein Verband unseren Sport so in Misskredit bringt, wir eine Sperre aussprechen können", sagte Baumgartner der Nachrichtenagentur sid.

Lesen Sie hier, welche russischen Athleten noch für Olympia gesperrt sind.

kry/sid



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