Nach dritter Pleite Madrid verzichtet auf weitere Olympia-Bewerbung

Dreimal angetreten, dreimal gescheitert: Madrid hat jetzt von Olympia-Bewerbungen die Nase voll. Die Bürgermeisterin der spanischen Hauptstadt teilte mit, dass man sich nicht mehr an einer Kandidatur beteiligen werde.
Enttäuschung in Madrid: Ab sofort keine Bewerbung mehr

Enttäuschung in Madrid: Ab sofort keine Bewerbung mehr

Foto: PEDRO ARMESTRE/ AFP

Hamburg - Nach drei gescheiterten Anläufen in Serie will Madrid auf eine Kandidatur für die Olympischen Sommerspiele 2024 verzichten. Die Bürgermeisterin der spanischen Hauptstadt, Ana Botella, erklärte am Donnerstag, sie habe König Juan Carlos und Ministerpräsident Mariano Rajoy von ihrer Entscheidung in Kenntnis gesetzt. Das Rennen um die Ausrichtung der Spiele habe Madrid bereits "allen Nutzen gebracht, den man erwarten konnte", fügte sie an.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte am Samstag Tokio zum Ausrichter der Spiele 2020 gewählt. Die japanische Hauptstadt setzte sich in Buenos Aires im Finalwahlgang gegen Istanbul durch, Madrid scheiterte schon in der ersten Runde.

Man sei nun traurig und enttäuscht, räumte Botella auf einer Pressekonferenz ein. Die Verantwortlichen wollten aber weiter arbeiten, um Madrid zu "einer Stadt der Freiheit und der Kultur zu machen". Zudem habe man in Buenos Aires "nicht alles verloren", denn einige der für 2020 vorgesehenen Anlagen würden verwirklicht werden.

Unter anderem soll nach amtlichen Angaben das Olympiastadion, dessen Bauarbeiten laut Medien wegen finanzieller Engpässe zuletzt nur sehr langsam vorangekommen waren, zu Ende gebaut und von Fußball-Erstligist Atlético Madrid ab 2016 benutzt werden. Das geplante neue Wassersportzentrum soll den Bewohnern der Hauptstadt zugutekommen.

aha/dpa
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