Olympia Mit dem eigenen Auge sieht man besser

"Das Weltbild ergänzen": Die ARD wird bei der Olympia-Eröffnungsfeier voraussichtlich mit eigenen Kameras vor Ort sein. Im SPIEGEL berichtet der Olympiachef von ARD und ZDF, Walter Johannsen, die Chinesen seien bei der Organisation der Wettkämpfe "in gewisser Weise überfordert".


Hamburg - Die ARD wird bei der Übertragung der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele voraussichtlich mit eigenem Bildmaterial aus dem Pekinger Stadion arbeiten können.

Olympia-Berichterstattung: "Aufnehmen, was wir wollen"
DDP

Olympia-Berichterstattung: "Aufnehmen, was wir wollen"

"Wir gehen davon aus, dass wir eigene Kameras im Stadion haben werden, mit denen wir aufnehmen werden, was wir wollen. In dem Moment, wo etwas Außergewöhnliches passiert, könnten wir das Weltbild ergänzen. Zumindest dann, wenn etwas da passiert, wo unsere Kameras sind", sagte der Olympia-Teamchef von ARD und ZDF, Walter Johannsen, dem SPIEGEL.

Über den Stand der Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele zeigte er sich unzufrieden: "Es gibt jede Menge Probleme. Die Kollegen der Technik führen vor Ort einen beinahe heldenhaften Kampf gegen Windmühlen der chinesischen Bürokratie. Sie werden immer wieder damit konfrontiert, dass sie mit der Behörde A eine Lösung erarbeitet haben, doch dann wird die Behörde A aus irgendwelchen für uns nicht nachvollziehbaren Gründen von der Aufgabe entbunden, und dann kommt die Behörde B, und die hat dann Beschäftigungsnot und ganz andere Ideen. Und dann fängt man wieder von vorne an." Die Chinesen seien "in gewisser Weise überfordert".

ARD und ZDF wollen vom 8. bis 24. August etwa 300 Stunden mit 30 eigenen Kameras von den Olympischen Spielen berichten. Für die ARD sind Sandra Maischberger und Ralf Scholt als Kommentatoren für die Eröffnungsfeierlichkeiten vorgesehen, Béla Réthy und Johannes Hano kommentieren im ZDF die Abschlussveranstaltung.

ruf



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