Olympische Sommerspiele 2024 und 2028 IOC empfiehlt Doppelvergabe

Schon im September könnten die Austragungsorte der nächsten beiden Olympischen Sommerspiele beschlossen werden. Das IOC hat sich dafür ausgesprochen, die Vergaben für 2024 und 2028 gemeinsam zu behandeln.
IOC-Präsident Thomas Bach

IOC-Präsident Thomas Bach

Foto: Jean-Christophe Bott/ AP

Die erste Doppelvergabe von Olympischen Sommerspielen seit rund 100 Jahren steht bevor. Die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat entschieden, ihrer Vollversammlung eine Doppelvergabe der Spiele 2024 und 2028 an die verbliebenen Kandidaten Paris und Los Angeles zu empfehlen.

Beide Städte hätten beste Beurteilungen von der Evaluierungskommission des IOC erhalten und hätten jeweils auf unterschiedliche Art die Olympische Agenda 2020 berücksichtigt. Zudem sei eine Doppelvergabe auch ein Zeichen von Stabilität in politisch unruhigen Zeiten, sagte IOC-Präsident Thomas Bach.

Immer häufiger komme es vor, dass Bewerberstädte zwar die Unterstützung der Politik, der Wirtschaft und der großen Sportverbände erhalten, die Bevölkerung aber skeptisch wird und gegen das Projekt stimmt. Ähnlich erging es Boston, Rom, Hamburg oder Budapest, die wegen fehlender Unterstützung der Bevölkerung oder finanzieller Probleme Abstand von ihrer Bewerbung für 2024 nahmen.

Die Vollversammlung wird am 11. und 12. Juli beim Candidate City Briefing in Lausanne über den Antrag befinden. Sollte der Vorschlag angenommen werden - wovon auszugehen ist -, könnte die Doppelvergabe am 13. September auf der 130. Session des IOC im peruanischen Lima erfolgen.

chh/sid
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