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16. März 2015, 20:03 Uhr

Reaktionen zur Bewerberstadt Hamburg

"Die Begeisterung hat gewonnen"

Hamburg soll sich um die Olympischen Sommerspiele 2024 bewerben - und das sorgt nicht nur für Jubel in der Hansestadt. Im unterlegenen Berlin feiern die Olympia-Gegner, der Innensenator gibt sich trotzig.

Olaf Scholz (SPD), Bürgermeister von Hamburg: "Wir empfinden das als eine sehr, sehr große Ehre. Wir glauben, dass es für Hamburg und für Deutschland und für alle, die am Sport begeistert sind und vom Sport begeistert sind, eine große Sache werden wird. Ich danke Hamburg für den spannenden, fairen und sportlichen innerdeutschen Wettbewerb."

Michael Müller (SPD), Bürgermeister von Berlin: "Mit Berlin als weltweit beliebte und weltoffene Metropole hätte eine deutsche Bewerbung für die Spiele in 2024 oder 2028 international hervorragende Aussichten gehabt."

Michael Neumann, Innensenator von Hamburg: "Das ist eine große Ehre für die Stadt, war aber nur der erste Schritt. Der Marathon beginnt jetzt. Es ist noch lange nicht der Zieleinlauf, es ist der Startschuss."

Frank Henkel, Innensenator von Berlin: "Die Sportmetropole Berlin lebt trotzdem weiter. Es wird in den nächsten Jahren eine Fülle von Welt- und Europameisterschaften geben. Berlin bleibt die Sportmetropole Nummer eins in Deutschland."

Dietmar Beiersdorfer, Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV: "Die gemeinsame, großartige Anstrengung aller Hamburger ist belohnt worden. Wir freuen uns, an Hamburg glauben zu dürfen."

Maximilian Levy, mehrfacher Weltmeister und olympischer Medaillengewinner im Bahnradsprint: "Berlin wäre mir natürlich lieber gewesen. Aber viel wichtiger ist nun, dass wir es überhaupt schaffen, Olympische Sommerspiele nach Deutschland zu holen. Das wäre das Beste, was dem deutschen Sport passieren könnte."

Michael Stich, Wimbledon-Sieger: "Ich freue mich, ich glaube, wir haben ein gutes, ganzheitliches Konzept."

Klaus Böger, Präsident des Landessportbundes Berlin: "Eine Entscheidung nach innen. Sie spiegelt die Kapitulation vor Ängsten in der Bevölkerung wider bezüglich der Fehlentwicklung im internationalen Sport. Wir hätten uns gewünscht, dass der deutsche Sport solchen Fehlentwicklungen offensiver und entschlossener entgegengetreten wäre. Dann wäre auch die Volksbefragung keine Hürde gewesen."

Katja Suding, Hamburgs FDP-Vorsitzende: "Ich freue mich riesig. Klar ist aber auch, dass die Entscheidung des DOSB nur eine erste Etappe auf dem Weg hin zu einer erfolgreichen Bewerbung ist. Für die nächste Etappe, die geplante Volksbefragung, muss der Senat endlich die von einer breiten Mehrheit der Bürgerschaft geforderte, aber längst überfällige Machbarkeitsstudie vorlegen."

Fabian Lustenberger, Kapitän des Fußballbundesligisten Hertha BSC: "Das ist sehr, sehr schade für Berlin! Ich kann die Entscheidung eigentlich nicht nachvollziehen. Nichts gegen Hamburg, aber aus meiner Sicht hätte nur die deutsche Hauptstadt weltweit eine Chance gehabt, das Rennen um die Olympischen Spiele für Deutschland zu entscheiden."

Mehmet Yildiz, sportpolitischer Sprecher der Linken-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft: "Wir werden weiter daran arbeiten, dass dieses irrwitzige Großprojekt nicht zustande kommt."

Gabriele Hiller, Aktivistin der Berliner Bewegung NOlympia: "Wir sind sehr froh, dass dieser Kelch an uns vorübergegangen ist. Jetzt wird gefeiert."

Torsten Albig (SPD), Ministerpräsident Schleswig-Holsteins: "Wunderbar. Die Begeisterung hat gewonnen. Schleswig-Holstein freut sich genauso wie Hamburg über die Bestätigung als Deutschlands Bewerberstadt der Paralympischen und Olympischen Sommerspiele 2024. Wir werden Hamburg unterstützen, wo wir können. Schleswig-Holstein und die gesamte Metropolregion würden von Olympischen Sommerspielen in Hamburg profitieren."

Frank Steffel, CDU-Bundestagsabgeordneter und Obmann im Sportausschuss: "Ich respektiere die Entscheidung des DOSB. Auch wenn es am Ende nicht gereicht hat, Berlin ist und bleibt weiterhin der Ort für hochkarätige, internationale Sportveranstaltungen. Der deutschen Bewerbung mit der Stadt Hamburg wünsche ich viel Erfolg."

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes: "Diese Olympia-Bewerbung ist ein Projekt von ganz Deutschland. Packen wir's an."

ham/sid/dpa

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