Eröffnung des olympischen Dorfs "Unbewohnbar"

Verstopfte Toiletten und defekte Wasserleitungen: Auf die Eröffnung des olympischen Dorfes in Rio folgten Beschwerden von mehreren Delegationen. Der australische Verband zog nach der Besichtigung ins Hotel um.

REUTERS

Bei der Eröffnung des Olympischen Dorfes in Rio de Janeiro bahnt sich nach Medienberichten ein Eklat an. Mehrere Delegationen sind unzufrieden mit der Ausstattung ihrer Olympia-Unterkünfte, wie brasilianische Medien berichteten. Es gehe unter anderem um fehlende Lampen, defekte Wasserleitungen und verstopfte Toiletten. Die Vila dos Atletas sollte am Sonntag, zwölf Tage vor Beginn der Olympischen Spiele, offiziell eröffnet werden.

Die Zeitung "The Sydney Morning Herald" aus Australien beschrieb die Olympia-Unterkünfte als "unbewohnbar". Das Blatt stellte sogar den Einzug der Athleten in Frage. Später berichteten verschiedene Medien, dass das australische Team nach Besichtigung der Anlage ins Hotel umgezogen sei. "Nachdem was wir gesehen haben, können wir unsere Athleten dort nicht wohnen lassen", sagte ein Sprecher der Mannschaft.

Das Organisationskomitee räumte Probleme ein und versprach eine rasche Lösung. "Arbeiter werden 24 Stunden am Tag arbeiten, bis die Probleme gelöst sind", hieß es. Laut Medienberichten sollen bis zu 500 Personen in den nächsten Tagen zusätzlich in dem Dorf arbeiten.

Nach einem Bericht der Zeitung "Folha de Sao Paulo" hatten die Delegationen aus den USA, Italien und der Niederlande die Instandsetzung ihrer Quartiere aus eigener Tasche bezahlt.

Die Anlage mit 31 Hochhäusern und 3604 Apartments liegt im wohlhabenderen Stadtteil Barra da Tijuca im Westen Rios, 1,5 Kilometer vom Olympiapark mit den meisten Sportstätten entfernt. Mehr als 10.000 Athleten sollen hier wohnen, dazu kommen Trainer, Betreuer und Ärzte. In der Spitze wird mit rund 18.000 Bewohnern gerechnet.

jan/dpa/rtr



insgesamt 15 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
spon_3308703 24.07.2016
1. War zu erwarten
bei den Querelen im Vorfeld und den Unruhen in dem Land
andy9258 24.07.2016
2. Ja ja,
das war eigentlich ja nicht anders zu erwrten!
mikesch0815 24.07.2016
3. Hauptsache, es gibt...
...große Mülleimer für den Müll, den das Doping übrig lässt und große Luxussuiten für die Funktionäre. Den ganzen Olympiazirkus kann man doch komplett knicken.
drent 24.07.2016
4. Die Pharmazeutischen Spiele
fangen ja schon gut an.
Alfred Ahrens 24.07.2016
5. Einfach Sport ausschalten während der
Alternativ kann man die Spiele ja nach Russland verlegen, dort gibt es noch nicht einmal Doping ....!!!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.