Olympische Spiele Silber und Bronze im Eissprint

Die Eisschnellläuferinnen Monique Garbrecht-Enfeldt und Sabine Völker haben über 500 Meter überraschend Edelmetall gewonnen. Es waren die Medaillen Nummer 14 und 15 für das deutsche Team bei den Olympischen Spielen von Salt Lake City.


Monique Garbrecht-Enfeldt im Olympic Oval
AP

Monique Garbrecht-Enfeldt im Olympic Oval

Salt Lake City - Den Olympiasieg sicherte sich die in dieser Saison noch ungeschlagene Kanadierin Catriona LeMay-Doan (37,30/37,45 Sekunden), die sich nach ihrer Bestzeit vom Vortag die Goldmedaille am Donnerstag nicht mehr nehmen ließ.

Dabei verfehlte die fünfmalige Weltmeisterin aus Kanada in 37,45 Sekunden ihren Weltrekord um 0,23 Sekunden und setzte sich mit einem Vorsprung von 0,19 Sekunden auf die zweitplatzierte Berlinerin Monique Garbrecht-Enfeldt (37,34/37,60) durch. Bronze ging an die Erfurterin Sabine Völker (37,62/37,57), die sich im zweiten Lauf um zwei Plätze verbessern konnte.

"Ich hatte nichts zu verlieren"

Die siebenmalige Weltmeisterin Garbrecht-Enfedt, die tags zuvor in 37,34 Sekunden einen deutschen Rekord aufgestellt und sich an die zweite Stelle der Weltbestenliste katapultiert hatte, startete diesmal auf der ungünstigeren Außenbahn und kam in 37,60 Sekunden nicht ganz an ihre grandiose Vortagsleistung heran. "Ich hatte nichts zu verlieren, das hat sich ausgezahlt", sagte die 33-Jährige.

Eine glänzende Form zeigte auch 1000-Meter-Weltrekordlerin Völker, die in persönlicher Bestzeit im zweiten Lauf am Donnerstag ihre erste Olympia-Medaille erkämpfte und damit über die längere Sprintdistanz am Montag (1.15 Uhr MEZ) wie auch Garbrecht Enfeldt zu den Medaillenkandidatinnen zu rechnen ist. Die Berlinerin Jenny Wolf (76,73) und die Pfaffenhofenerin Marion Wohlrab (77,37) landeten auf den Rängen 15 und 19.

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