Olympische Sommerspiele 2012 Verband sperrt neun Leichtathleten wegen Dopings

Aus der Traum von der Olympia-Teilnahme: Zwei Tage vor der Eröffnung der Spiele in London zog der Leichtathletik-Weltverband neun Sportler aus dem Verkehr. Sechs von ihnen wiesen Abweichungen im Blutpass auf, dreien wurde WM-Nachtests zum Verhängnis.

IAAF-Präsident Diack: "Fortschrittliche Methoden, um Doping zu entdecken"
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IAAF-Präsident Diack: "Fortschrittliche Methoden, um Doping zu entdecken"


Hamburg - Zwei Tage vor Eröffnung der Olympischen Sommerspiele hat der Leichtathletik-Weltverband IAAF sechs Sportler wegen Unstimmigkeiten im Biologischen Pass für zwei bis vier Jahre gesperrt. Außerdem wurden drei Starter der Weltmeisterschaften 2011 in Daegu (Südkorea) bei Nachtests des Dopings überführt. Sie alle waren für die Spiele in London qualifiziert.

Wegen Abweichungen im Blutpass wurden Abderrahim Goumri (Marrokko), Iríni Kokkinaríou (Griechenland), Meryem Erdogan (Türkei), Swetlana Kljuka, Nailja Julamanowa und Jewgenina Zinurowa (alle Russland) sanktioniert. Als erster Leichtathlet war im Mai der portugiesische Marathonläufer Ornelas Helder auf Grundlage des Blutpasses gesperrt worden.

Bei den WM-Nachtests führten die Analysen von Inna Eftimowa (Bulgarien) sowie den beiden Ukrainerinnen Natalja Tobias und Antonina Jefremowa zu positiven Ergebnissen. Eftimowa wurde die Einnahme eines synthetischen Wachstumshormons nachgewiesen, Tobias und Jefremowa hatten synthetisches Testosteron im Blut. Alle drei Athletinnen erhielten eine zweijährige Sperre, sie hatten zuvor auf die Öffnung der B-Probe verzichtet.

"Die Bekanntgabe unterstreicht den fortgesetzten Kampf der IAAF gegen Doping in der Leichtathletik", sagte IAAF-Präsident Lamine Diack: "Es demonstriert zudem, dass wir fortschrittliche Methoden einsetzen, um Doping zu entdecken." Zuvor war bereits die olympische Goldfavoritin über 1500 Meter, Mariem Alaoui Selsouli aus Marokko, wegen Dopings von den Spielen ausgeschlossen worden.

ham/dpa/sid



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ludpaa 25.07.2012
1. ARD und ZDF schränken Berichterstattung ein...
...und werden künftig Leichtathletikwettbewerbe nicht mehr übertragen. Die leitenden Gremien fassten diesen Beschluss einhellig und setzen so die konsequente Abkehr von dopingbelasteten Sportarten, wie zuletzt dem Radsport, fort. Ein Sprecher sagte: "Wir wollen unseren Zuschauern Sportarten, in denen mit unerlaubten Mitteln und Betrug Erfolge erzielt werden, nicht mehr zumuten. " Sollten im Laufe der Spiele in London weitere Dopingfälle bekannt werden, ziehen die Verantwortlichen auch in Betracht, für die nächsten olympischen Spiele keine Übertragungsrechte zu erwerben.
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