Paralympics Schulte und Eskau holen Gold

Doppel-Gold für Deutschland: Radsportlerin Andrea Eskau hat sich im Straßenrennen den Sieg gesichert, Schwimmerin Daniela Schulte triumphierte über 400 Meter Freistil. Die deutschen Tischtennis-Herren gewannen im Teamwettbewerb Silber.

Schwimmerin Schulte: Gold über 400 Meter Freistil
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Schwimmerin Schulte: Gold über 400 Meter Freistil


Hamburg - Die deutsche Fahnenträgerin Daniela Schulte hat bei ihrem fünften Start bei den Paralympics in London die Goldmedaille gewonnen. Die blinde Schwimmerin setzte sich über 400 Meter Freistil vor Amber Thomas aus Kanada und der Italienerin Cecilia Camellini durch. Zuvor hatte die 30-Jährige zwei vierte Plätze als beste Ergebnisse vorzuweisen. Vor vier Jahren in Peking hatte Schulte bereits Bronze über die 100 Meter Freistil gewonnen.

Handbikerin Andrea Eskau hat ihre zweite Goldmedaille gewonnen. Zwei Tage nach ihrem Sieg im Zeitfahren siegte die 41-Jährige auf der Motorsportstrecke in Brands Hatch auch im Straßenrennen. Dorothee Vieth, die Zweitplatzierte des Zeitfahrens, musste sich nach 48 Kilometern im Sprintduell um Silber der Niederländerin Laura de Vaan geschlagen geben und holte Bronze.

Bei den Männern sicherte sich Vico Merklein zwei Tage nach seinem unglücklichen vierten Platz im Zeitfahren die Silbermedaille beim Straßenrennen. Der Querschnittsgelähmte musste sich nur Zeitfahr-Sieger Rafal Wilk aus Polen geschlagen geben.

Die deutschen Tischtennisspieler haben die Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb nur knapp verpasst. In der Klasse 3 unterlag das Team im Finale China 2:3. Im entscheidenden Doppel kassierten Thomas Schmidberger und Thomas Brüchle eine 1:3-Niederlage gegen Zhao Ping und Feng Panfeng.

Zuvor hatte der querschnittsgelähmte Brüchle, der sein erstes Einzel gegen Feng 0:3 verlor, durch ein 3:1 gegen Zhao das deutsche Team im Rennen gehalten. Schmidberger hatte Deutschland durch ein 3:1-Sieg über Zhao im Auftakteinzel in Führung gebracht. In seinem zweiten Spiel kassierte der 20 Jahre alte Einzeldritte eine 1:3-Niederlage gegen Feng.

Speerwerfer Mathias Mester hat mit Platz sieben die Medaillenränge deutlich verpasst und fühlte sich anschließend etwas verschaukelt. "Ehrlich gesagt fühlt man sich schon ein bisschen verarscht", sagte Mester: "Den Chinesen, der gewonnen hat, habe ich vorher nie gesehen. Und ich weiß auch nicht, wie er in diese Klasse gekommen ist. Es ist schon seltsam, wenn einer mit 36 Metern Vorleistung gemeldet ist und dann einen Weltrekord von 47,95 Metern wirft." Hinter Goldmedaillen-Gewinner Wang Zhiming aus China sicherten sich in Ahmed Naas und Wildan Nukailawi zwei Iraker Silber und Bronze.

mib/dpa/sid



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