Schwimm-WM Biedermann holt erste deutsche Medaille im Becken

Bronze für den Weltrekordler: Paul Biedermann hat die erste deutsche Medaille im Becken bei der Schwimm-WM in Kasan gewonnen. Über 200 Meter Freistil waren nur James Guy und Sun Yang schneller.

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Paul Biedermann hat bei der Schwimm-WM in Kasan die Bronzemedaille über 200 Meter Freistil gewonnen. Der 28-Jährige schlug in persönlicher Jahresbestzeit von 1:45,38 Minuten an. Es ist Biedermanns dritte WM-Medaille über seine Lieblingsstrecke nach Gold 2009 und Bronze 2011.

"Ich habe alles gegeben. Ich konnte nicht mehr, ich bin mit Bronze belohnt worden", sagte Biedermann: "Ich habe mich in der Weltspitze wieder etablieren können, das gibt mir Mut und Auftrieb für das nächste Jahr." Es war für ihn das erste WM-Edelmetall seit seinen drei Bronzemedaillen vor vier Jahren in Shanghai.

Den Sieg in Kasan sicherte sich der Brite James Guy. Der WM-Zweite über 400 Meter lag in 1:45,14 sechs Hundertstelsekunden vor Doppel-Olympiasieger Sun Yang aus China. Biedermanns Bronze war die fünfte Medaille für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) in Russland nach viermal Edelmetall durch die Freiwasserschwimmer.

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Schwimm-WM in Kasan: Klippenspringer und purzelnde Weltrekorde

Für Biedermann war es vermutlich das letzte WM-Einzelfinale seiner Karriere. Der Weltrekordhalter über die 200-Meter-Freistil-Distanz kündigte bereits das Ende seiner Profi-Laufbahn an. Nach den Olympischen Spielen 2016 in Rio wird er aufhören. Zunächst will er aber mit der 4 x 200-Meter-Freistilstaffel, der er schon bei der Heim-EM in Berlin vor einem Jahr zu Gold verholfen hatte, eine weitere Medaille holen. Dafür wird er wohl auf einen Start über die 100 Meter am Mittwoch verzichten.

Peaty mit Weltrekord ins Brustfinale

Einen Tag nach seinem Titel über 100 Meter Brust hat Adam Peaty einen Weltrekord bejubelt. Der Europameister aus Großbritannien schlug im Halbfinale über die 50 Meter nach 26,42 Sekunden an. Damit toppte Peaty den erst im Vorlauf aufgestellten Weltrekord des Südafrikaners Cameron Van der Burgh, der 26,62 benötigt hatte.

Der deutsche Brustschwimmer Hendrik Feldwehr verpasste einen Tag nach seinem achten Platz über 100 Meter den Endlauf über die Sprintdistanz. 27,31 Sekunden bedeuteten zwar persönliche Jahresbestzeit, reichten aber nur für den insgesamt zehnten Platz.

Olympiasiegerin Katie Ledecky hat dagegen ihren zweiten Weltrekord aufgestellt. Die 18 Jahre alte Amerikanerin siegte im Finale über 1500 Meter Freistil in 15:25,48 Minuten und blieb damit um mehr als zwei Sekunden unter ihrer erst im Vorlauf aufgestellten Bestmarke. Es war bereits der siebte Weltrekord der WM. Silber ging an die Neuseeländerin Lauren Boyle vor der Ungarin Boglarka Kapas.

zaf/sid/dpa



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koelsch_jrundjesetz 05.08.2015
1. Starker Auftritt
Große Leistung von Biedermann! Die Tatsache, dass er am Start eine gefühlte Ewigkeit hängen geblieben ist, macht Mut für Olympia. Selbst wenn Agnel dann wieder dabei sein sollte. Leider wird ohne ihn wieder die Tristesse bei den deutschen Beckenschwimmern Einzug halten.
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