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06. August 2018, 19:39 Uhr

Schwimm-EM

Goldfavorit Heintz ärgert sich über Silber

Als Goldanwärter angereist, mit Silber dekoriert: Philip Heintz hat bei der Schwimm-Europameisterschaft die vierte deutsche Medaille geholt - und war darüber enttäuscht.

Schwimmer Philip Heintz hat bei der EM in Glasgow seinen ersten internationalen Langbahn-Titel verpasst. Der Olympia-Sechste gewann im Finale über 200 Meter Lagen in 1:57,83 Minuten Silber, der Rückstand des 27 Jahre alten Heidelbergers auf den Sieger Jeremy Desplanches aus der Schweiz betrug 79 Hundertstelsekunden. Rang drei ging an den Briten Max Litchfield. Es war die vierte EM-Medaille für den DSV.

Heintz war als Schnellster der Halbfinals in den Endlauf eingezogen und als bester Europäer auf der Strecke in diesem Jahr zu den European Championships nach Schottland gereist. "Ich muss wohl noch Erfahrung sammeln, wie es ist, als Favorit zu solch einem Rennen anzureisen", sagte er anschließend in der ARD. Körperlich war ich voll da, aber der Kopf hat einfach nicht mitgespielt. Man ist fast davon ausgegangen, dass ich das Gold nach Hause hole. Mit der Rolle des Gejagten bin ich aber nicht zurechtgekommen, das muss ich ehrlich zugeben."

Schmetterlings-Schwimmerin Franziska Hentke hat eine EM-Medaille auf ihrer Spezialstrecke dagegen überraschend verfehlt. Die Titelverteidigerin belegte über 200 Meter nur den vierten Platz. Zur erfolgreichen Titelverteidigung fehlten der 29-jährigen Magdeburgerin mit ihrer Zeit von 2:07,75 Minuten 62 Hundertstelsekunden. Gold sicherte sich die Ungarin Boglarka Kapas vor Swetlana Schimrowa aus Russland und der Britin Alys Thomas.

aha/dpa/sid

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