Siegerehrung bei Panamerikanischen Spielen US-Athleten werden für Antirassismus-Protest gerügt

Sie hoben die Faust und knieten zur Siegerehrung: Zwei US-Athleten protestierten bei den Pan American Games gegen Rassismus in den Vereinigten Staaten. Um eine Strafe dafür kommen sie herum.

Auf den Knien bei der Siegerehrung: Race Imboden
Jose Sotomayor AP

Auf den Knien bei der Siegerehrung: Race Imboden


Nach ihren symbolischen Protesten gegen Rassismus in den Vereinigten Staaten bei den Panamerikanischen Spielen in Lima sind zwei Goldmedaillengewinner aus den USA mit einer Rüge des US-amerikanischen Olympischen und Paralympischen Komitees (USOPC) davongekommen. Das berichtet unter anderem "USA Today" und die "Huffington Post".

Demnach hat USOPC-Chefin Sarah Hirshland in Briefen an beide Athleten "versöhnliche" Töne angeschlagen und sie sogar für ihre "Entscheidung, aktive Bürger zu sein", ausdrücklich gelobt. Dennoch drohte Hirshland mit härteren Sanktionen im Fall ähnlicher Vorfälle. Beide seien ein Jahr auf Bewährung.

Hammerwerferin Gwen Berry hatte den berühmt gewordenen Protest gegen Rassismus von US-Sprinter Tommie Smith und John Carlos bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko nachgeahmt.

Beim Erklingen der Nationalhymne hob sie ihre rechte Faust empor und senkte den Kopf. Fechter Race Imboden folgte bei der Medaillenzeremonie für das Team-Gold im Florett mit einem Knieprotest dem Footballprofi Colin Kaepernick.

aha/sid

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