Rad-WM Cipollini hängt Zabel ab

Auch beim letzten großen Rennen des Jahres hat Erik Zabel den Kürzeren gezogen. Der Italiener Mario Cipollini entschied die Weltmeisterschaft für sich und bescherte dem Telekom-Kapitän eine weitere bittere Niederlage.


Mario Cipollini: "Super-Mario" war nicht zu stoppen
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Mario Cipollini: "Super-Mario" war nicht zu stoppen

Zolder - Cipollini gewann am Sonntag in 5:30:03 Stunden. Der Italiener vom Team Acqua e Sapone setzte sich nach 256 Kilometern bei der 69. Straßenrad-WM im Spurt einer etwa 35 Fahrer starken Spitzengruppe gegen den Australier Robbie McEwen und Erik Zabel durch.

"Ich wusste beim Überqueren der Ziellinie nicht, ob ich jubeln sollte. Ist es ein Traum oder Wirklichkeit? Mein Sieg im März bei Mailand - San-Remo war auch ein großer Moment, aber nicht vergleichbar mit heute", sagte Cipollini. Nebenbei sicherte sich der 35-Jährige mit seinem Sieg auf der Zielgeraden der ehemaligen Formel-1-Rennstrecke auch die Siegprämie von 50.000 Euro.

Zabel hatte vor rund 100.000 Zuschauern im belgischen Zolder keine Chance gegen Cipollini. Der Sprintstar sorgte bei seinem WM-Debüt für den ersten italienischen Titel seit 1992, als Gianni Bugno siegte. Während der diesjährigen Tour de France hatte Cipollini bereits seinen Rücktritt verkündet, um diesen sieben Wochen später zu widerrufen.

Massensturz in der letzten Runde

Für Bronzemedaillengewinner Zabel endete die Saison mit einer weiteren Enttäuschung. Bei der Tour de France hatte der Weltranglistenerste aus Unna das Grüne Trikot des Punktbesten an McEwen verloren. Die Sprintwertung der Spanien-Rundfahrt konnte der Telekom-Fahrer zwar für sich entscheiden, er schaffte jedoch im Gegensatz zu Cipollini, der bei der Vuelta drei Etappen gewann, keinen einzigen Tagesssieg.

"Die Besetzung auf dem Podium ist wie ein Spiegelbild der gesamten Saison. Cipollini war der große Favorit. Dieses Ergebnis ist in Ordnung", sagte Zabel. Drei Kilometer vor dem Ziel hatte ein Massensturz das Feld auseinandergerissen. Das Gros der Fahrer hatte anschließend mit der Entscheidung nichts mehr zu tun.



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