Radsport Armstrongs Blutproben zur Untersuchung

Weil das US-Postal-Team des zweifachen Tour-de-France-Gewinners Lance Armstrong unter Dopingverdacht steht, hat die Teamleitung der Untersuchung von Blutproben zugestimmt.


Paris - "Wir haben nichts zu verbergen. Das haben wir immer gesagt, und dazu stehen wir", erteilte die US-Postal-Mannschaftsleitung ihre Zustimmung dafür, dass die Blutproben der letzten Tour-de-France untersucht werden.


Armstrong von Unschuld überzeugt


Die Blutproben sind zurzeit noch im Besitz des Weltverbandes UCI, der Kooperation mit den französischen Justizbehörden signalisiert hatte, wenn das betroffene Team Einverständnis erkläre. Gegen Armstrong und Teammitglieder wird seit dem vergangenen Jahr wegen Dopingverdachts ermittelt. Die nachträgliche Analyse sei die beste Möglichkeit "unsere Unschuld" zu beweisen, hatte Armstrong immer wieder erklärt.

Die zuständige Pariser Richterin Sophie-Helene Chateau hat außerdem ursprünglich zur Vernichtung bestimmte Urinproben untersuchen lassen. Diese waren am 22. November beschlagnahmt worden. Sie sollen - nach einer vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) noch nicht anerkannten - französischen Methode auch auf die verbotene, als Blutdopingmittel benutzte Substanz EPO untersucht werden. Ein Ergebnis sei jedoch frühestens in einigen Wochen zu erwarten, hieß es in Paris.



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