Radsport Deutschland-Tour 2009 abgesagt

Nächster Rückschlag für eine Sportart in der Krise: Die Deutschland-Tour wird im kommenden Jahr nicht mehr stattfinden. Nach den jüngsten Entwicklungen im Radsport war die Veranstaltung nicht mehr zu finanzieren.


Hamburg - Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) und der Vermarkter "Upsolut" entschlossen sich dazu, die größte deutsche Radrundfahrt vorerst nicht mehr auszurichten. "Wir bedauern es, diese Entscheidung treffen zu müssen", sagte Renn-Organisator Kai Rapp.

Radprofi Gerdemann bei der Deutschland-Tour 2008: Titelverteidigung unmöglich
AP

Radprofi Gerdemann bei der Deutschland-Tour 2008: Titelverteidigung unmöglich

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Profiradsport sehe man sich nicht mehr in der Lage, die Veranstaltung erfolgreich zu vermarkten und damit zu finanzieren. Bereits am Mittwoch war mit dem österreichischen Bundesland Tirol ein jahrelanger Sponsor ausgestiegen.

Durch die positiven Dopingtests der beiden Gerolsteiner-Profis Stefan Schumacher und Bernhard Kohl war der Radsport in Deutschland noch tiefer in die Krise gerutscht. Vorläufiger Höhepunkt war bislang der Entschluss von ARD und ZDF, im kommenden Jahr keine Live-Bilder mehr von der Tour de France zu zeigen.

Verhandlungen über die Übertragung der Deutschland-Tour hatte es noch nicht gegeben, doch anscheinend wurde der Tour-Ausstieg der beiden Sender als klares Signal verstanden.

Ungemach droht dem BDR zudem vom Sportausschuss des Bundestages. Dieser will nach den jüngsten Dopingfällen in seiner nächsten Sitzung am 12. November über eine Streichung der kompletten Fördergelder beraten.

Einen entsprechenden Antrag hatte der Grünen-Sportpolitiker Winfried Hermann eingebracht. Der BDR erhält jährlich Steuergelder in Höhe von insgesamt 4,2 Millionen Euro.

Bei der diesjährigen Deutschland-Tour hatte Linus Gerdemann vom Team Columbia triumphiert. Der 26-Jährige gilt als Hoffnung des deutschen Radsports und tritt vehement für den Kampf gegen Doping ein.

hut/sid/dpa



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Umberto, 05.09.2008
1.
Zitat von sysopMit Linus Gerdemann wächst ein neuer, noch unbelasteter Star im deutschen Radsport heran. Kann er der Sportart wieder zu mehr Glanz verhelfen? Oder überfordert ihn die Rolle? Und - hat der Radsport hierzulande überhaupt noch eine Zukunft?
Wenn er die Deutschland-Tour gewinnt, ist er noch lange kein Nachfolger für den gestürzten Jan Ullrich. Und, solange er den nicht in den Schatten stellt, auch kein Star. Hat er, einstweilen noch ohne jeden vernünftigen Zweifel.
dehnübung 06.09.2008
2. Radsport
Der Radsport ist körperlich für den Menschen eine der sinnvollsten Betätigungen, nicht zu vergleichen mit dem fahren von "Sportwagen". Deshalb hat der Radsport immer Zukunft, weil Menschen immer interressiert was sie selbst tun. Das Gerdemann bis 17 ein Mountainbiker war, glauben nur Journalisten die zwar viel schreiben, aber wenig verstehen vom Rad fahren. Mountainbiker trainieren 90% ihrer Zeit auf der Strasse, mit was wohl? Dem Rennrad.
DoktorMS, 06.09.2008
3. Der Radsport in Deutschland lebt!
Millionen begeisterte Radfahrer, darunter auch hunderttausende Radsportler, können nicht irren. Radfahren macht Spaß, egal bei welchem Tempo. Und - wenn es einen "gepackt" hat - auch bei jedem Wetter! Wenn die jetzigen Profi-Radfahrer nicht merklich langsamer fahren als die nachweislich gedopten früheren "Helden", wie soll man da als Radsport-Fan an einen wirklichen Neuanfang glauben können? Der Profi-Radsport ist für mich bis zum Nachweis der Sauberkeit erledigt. Früher habe ich mir sogar Tage frei genommen, um die Tour live im Fernsehen verfolgen zu können. Heute schaue ich mir keinen Radsport im Fernsehen mehr an.
Pinarello, 06.09.2008
4.
Zitat von dehnübungDer Radsport ist körperlich für den Menschen eine der sinnvollsten Betätigungen, nicht zu vergleichen mit dem fahren von "Sportwagen". Deshalb hat der Radsport immer Zukunft, weil Menschen immer interressiert was sie selbst tun. Das Gerdemann bis 17 ein Mountainbiker war, glauben nur Journalisten die zwar viel schreiben, aber wenig verstehen vom Rad fahren. Mountainbiker trainieren 90% ihrer Zeit auf der Strasse, mit was wohl? Dem Rennrad.
Psst, nicht so laut, Sie können doch hier nicht so einfach Insiderwissen preisgeben:). Ansonsten volle Zustimmung, einer der wohl schönsten und gesündesten Sportarten die es gibt, auch noch in freier Natur auszuüben und es geht auch bestens alleine, wenn es sein muß. Aber gut, woher sollen Journalisten denn das wissen, es muß ja immer einen geben, der denen das sagt und auch fleißig bezahlt, sonst wird es nix mit positiver Berichterstattung, oder Berichterstattung überhaupt. Wenn man sich heuer den Giro und die Tour angeschaut hat, allerdings nicht auf den beiden Öffentlich-Rechtlichen Oberbedenkenträgeranstalten, dann weiß man, daß auch der Profi-Radsport eine Chance hat, denn fast jeder Hobbyrennradler ist automatisch auch ein Anhänger der Sportart. Da können SPON, ARD und ZDF, sowie die übrige deutsche Medienlandschaft eine Hetzkampagne fahren nach der anderen.
dehnübung 06.09.2008
5. Radsport
Zitat von DoktorMSMillionen begeisterte Radfahrer, darunter auch hunderttausende Radsportler, können nicht irren. Radfahren macht Spaß, egal bei welchem Tempo. Und - wenn es einen "gepackt" hat - auch bei jedem Wetter! Wenn die jetzigen Profi-Radfahrer nicht merklich langsamer fahren als die nachweislich gedopten früheren "Helden", wie soll man da als Radsport-Fan an einen wirklichen Neuanfang glauben können? Der Profi-Radsport ist für mich bis zum Nachweis der Sauberkeit erledigt. Früher habe ich mir sogar Tage frei genommen, um die Tour live im Fernsehen verfolgen zu können. Heute schaue ich mir keinen Radsport im Fernsehen mehr an.
Mir geht es ähnlich. Aber das hat nichts mit dem Ende des Radsports zu tun. Vor 14 Tagen hättest Du mal am Nürburgring sein sollen, da kamen an einem Wochenende über 10.000 Menschen um Sport zu treiben. Wohlgemerkt in der verregneten Eifel, nicht etwa einer Millionen-Metropole wie Hamburg. Mit dem Rennrad auf der Nordschleife mit fast 100km/h, das prickelt. Mir fällt gar keine Sportart ein die nicht betroffen ist, sogar die Pferde waren bei Olympia gedopt. Die öffentlich rechtlichen Medien sollten deshalb mal so langsam ihrem wahren Auftrag nachkommen und einer Veranstaltung wie die am Ring ordentlich Sendezeit widmen, das sind die wahren Sportler und dann kommen nächstes Jahr doppelt soviele. Johannes "Be" Kerner könnte sogar selbst mal eine Runde drehen, damit er weiß wovon er redet. Das gilt für alle sogenannten "Jedermann-Sportveranstaltungen", darüber gehört viel mehr berichtet, anstatt Millionen zu verschwenden für 2 komplette Teams von ARD und ZDF in Peking. Na ja, ich hab den Fernseher ohnehin vor Jahren schon verschenkt, was rege ich mich noch auf.
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