Radsport Italienischer Triumph bei Lüttich-Bastogne-Lüttich

Telekom-Profi Matthias Kessler war als Einzelkämpfer gegen ein italienisches Quintett chancenlos. Im Finale des 88. Frühjahrs-Klassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich musste er Vizeweltmeister Paolo Bettini den Sieg überlassen.


Lüttich - Im Schlussfight einer sechsköpfigen Spitzengruppe mit fünf Italienern gewann der Mapei-Profi nach 258 Kilometern vor seinem Teamkollegen Stefano Garzelli, der Bettinis zweiten Triumph nach 2000 beim ältesten Klassiker der Welt großzügig zuließ.

Gegen die italienische Übermacht hatte Kessler keine Chance. Der Nürnberger wurde immerhin noch ausgezeichneter Sechster, nachdem Ivan Basso zehn Sekunden hinter dem Spitzenduo den Sprint um Platz drei vor seinen Landsleuten Mirko Celestino und Massimo Codol gewann.

In der ersten Hauptgruppe knapp eine Minute hinter den Ausreißern kamen auch Telekom-Fahrer Alexander Winokurow und Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong an. "Alexander und Matthias sind unsere Trümpfe. Beide sind gut in Form und haben durchaus Chancen, ganz vorne dabei zu sein", hatte Telekom-Sportdirektor Rudy Pevenage vor dem Start gesagt.

Einen Prestige-Erfolg bei "La Doyenne", der "Mutter aller Klassiker", bescherte Andreas Klöden dem Telekom-Team. Der Olympiazweite glänzte beim vierten Weltcuprennen der Saison mit einem Paraderitt 160 km an der Spitze des Feldes, hatte aber keine Chance, sich als dritter Deutscher nach dem Berliner Herman Buse (1930) und dem Frankfurter Dietrich Thurau (1979) in die Siegerliste einzutragen.

Das fünfte von insgesamt zehn Weltcuprennen findet am kommenden Sonntag auf dem Rundkurs im niederländischen Maastricht statt. Mit dem 37. Amstel Gold Race wird die Frühjahrssaison im Weltcup beendet. Die bisherigen drei Weltcup-Saisonrennen hatten außer dem Belgier Museeuw die Italiener Mario Cipollini (Mailand-San Remo) und Andrea Tafi (Flandern) gewonnen.



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