Radsport Monitor nimmt Team Telekom ins Visier

Dem ARD-Magazin liegt nach eigener Auskunft ein Original-Dopingplan eines Profifahres vom Bonner Rennstall vor. Angeklagt wird auch das Team Cologne und sein sportlicher Leiter, Dieter Koslar.

Doping und kein Ende: Nun hat auch das ARD-Magazin Monitor nachgeforscht und Beweismaterial zu unlauteren Praktiken in den Rad-Rennställen Team Deutsche Telekom und Team Cologne gesammelt.

Die neuesten Anschuldigungen richten sich vor allem gegen den Teamchef des Team Cologne, Dieter Koslar, der im vergangenen Jahr noch sportlicher Leiter des früheren Team Gerolsteiner war. Koslar verweigerte eine Stellungnahme vor der Kamera und wies in der Sendung pauschal alle Dopingverdächtigungen zurück. Ein frühererer Mitarbeiter des Teams Gerolsteiner wirft Koslar vor, er habe ihm im März 1998 einen handgeschriebenen Bestellzettel übergeben, auf dem ein verbotenes Wachstumshormon und das Blutpräparat EPO vermerkt waren. Koslar habe ihn aufgefordert, diese Präparate für den niederländischen Radprofi Raymond Meijs zu besorgen. Er habe sich jedoch geweigert, so der ehemalige Mitarbeiter Koslars weiter, diese Dopingmittel zu beschaffen.

Dem ARD-Magazin lag darüber hinaus auch der Original-Dopingplan eines Profiradsportlers vom Team Deutsche Telekom aus dem vergangenen Jahr vor. Darauf befindet sich ein genauer Dosierungsplan für EPO und andere verbotene Dopingmittel, im Radsportler-Jargon auch Frühjahrs-Kur genannt. Auf Doping im Team Deutsche Telekom befragt, erklärt der Sportliche Leiter Walter Godefroot: "Was einzelne Leute machen, kann man nicht immer im Griff halten."

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