Radsport Neue Doping-Anschuldigungen gegen Armstrong

Immer wieder Doping: Lance Armstrong wird einmal mehr mit schweren Anschuldigungen konfrontiert. Der Radprofi soll unter anderem Medikamente für eine bessere Sauerstoffzufuhr genommen haben. Armstrongs Sprecher bezeichnet die Vorwürfe als Lüge.

Radprofi Armstrong: Laut Ex-Kollege die treibende Kraft in Sachen Doping
AFP

Radprofi Armstrong: Laut Ex-Kollege die treibende Kraft in Sachen Doping


Hamburg - Wie das US-amerikanische Sportmagazin "Sports Illustrated" berichtet, soll der siebenmalige Tour-de-France-Sieger in den späten 90er Jahren das Epo-ähnliche Medikament Hemassist genommen haben. Das Mittel hatte in Versuchen bei Tieren eine erhöhte Sauerstoff-Transportkapazität bewirkt und befand sich damals noch in der Entwicklungsphase.

Das Magazin beruft sich auf Quellen rund um die Ermittlungen im Zuge des Dopingskandals beim früheren US-Postal-Team. "Ich habe nichts zu sagen", sagte Armstrong am Rande der Tour Down Under in Australien, seinem letzten Karriererennen außerhalb der USA. "Der Bericht ist voll von alten Nachrichten mit den gleichen alten Lügen von den gleichen alten Lügnern", kommentierte Armstrong-Sprecher Mark Fabiani die Veröffentlichung.

In dem Artikel werden neben dem Hemassist-Vorwurf noch weitere Anschuldigungen gegen den 39-Jährigen erhoben. Während der Razzia bei Armstrongs Teamkollege Jaroslaw Popowitsch im November vergangenen Jahres sollen Dokumente und E-Mails sichergestellt worden sein, die eine Verbindung von Armstrong zum Dopingarzt Michele Ferrari nachweisen. Der Radprofi hatte stets betont, dass er seit 2004 nicht mehr mit Ferrari zusammenarbeite.

Auch Floyd Landis erneuerte in dem Magazin seine Anschuldigungen gegen Armstrong. Im Jahr 2003 hätten Zollbeamte nach einem Flug nach St. Moritz das Gepäck der US-Postal-Fahrer durchsucht und Spritzen und Dopingmittel gefunden. Die Beschriftung der Präparate sei auf Spanisch gewesen. Den Betreuern sei es aber auf Drängen von Armstrong gelungen, die Beamten davon zu überzeugen, dass es sich um Vitaminpräparate und -spritzen handele. Landis hatte im Mai vergangenen Jahres mit seinem Dopinggeständnis einen großen Skandal ausgelöst, als er schwere Vorwürfe gegen Armstrong und weitere Mitglieder des US-Postal-Teams erhoben hatte.

Auch Stephen Swart beschuldigte Armstrong. Der Neuseeländer, der 1995 mit dem US-Amerikaner beim Motorola-Team gefahren war, sagte "Sports Illustrated", dass Armstrong die treibende Kraft in Sachen Doping gewesen sei.



insgesamt 3 Beiträge
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analyst2 19.01.2011
1. Was soll der Quatsch eigentlich?
Zitat von sysopImmer wieder Doping: Lance Armstrong wird einmal mehr mit schweren Anschuldigungen konfrontiert. Der Radprofi soll unter anderem Medikamente für eine bessere Sauerstoffzufuhr genommen haben. Armstrongs Sprecher bezeichnet die Vorwürfe als Lüge. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,740455,00.html
----------------------------------------------------------- Natürlich war Armstrong gedopt,nicht nur er sondern alle die im Spitzensport vorn dabei sein wollen. Und das betrifft so ungefähr alle Sportarten.Wer das nicht sieht oder glaubt ist leider von eher mäßigem Verstand. ps:besonders viel gedopt wir im Amateursport,Leistung ist eben alles.
stanis laus 19.01.2011
2. Der Kracher
Ist schon wieder Sommer-Saure-Gurken-Zeit?
zoon.politicon 20.01.2011
3. Armstrong und Jan Ullrich bei Tour de France
Wenn ich dran denke, wie intensiv und wie häufig Jan Ullrich bei der Tour de France von Reportern "genagelt" wurde, "warum es heute wieder nicht gegen Armstrong geklappt hat" und zur Kenntnis nehmen muß, daß offensichtlich Armstrong und sein gesamtes Team stets optimal gedopt gewesen sein müssen, tut mir Jan - auch wenn er (wie oft? wie intensiv?)wohl selber gedopt hat, nach wie vor leid.
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