Radsport Team Telekom erwirkt einstweilige Verfügung

Die rechtlichen Schritte gegen den "Spiegel" haben einen ersten Erfolg gebracht. Vorerst darf das Nachrichtenmagazin keine Behauptungen in Sachen Doping mehr abdrucken.

Das Team Telekom ist zur Zeit nicht zu beneiden. Neben den vielen Ausfällen muß sich der Rennstall auch mit den Doping-Vorwürfen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel auseinandersetzen. Jetzt hat die Teamleitung aber einen ersten Erfolg vorzuweisen und eine einstweilige Verfügung gegen das Nachrichtenmagazin erwirkt.

Der Spiegel darf demnach unter anderem nicht mehr behaupten, im Team Telekom werde genauso systematisch und umfassend gedopt wie bei der Konkurrenz. Das Magazin hatte sich dabei auf Berichte früherer Teammitglieder berufen. Außerdem ist die Behauptung untersagt, ein Helfer sei damit beauftragt, täglich mit einem grauen Müllsack durch die Hotelzimmer zu ziehen und leere Ampullen und Spritzen einzusammeln. Bei einem Verstoß gegen die Verfügung droht entweder ein Ordnungsgeld von 500.000 Mark oder ersatzweise Haft.

Telekom-Star Jan Ullrich hat am Freitag in der Bild-Zeitung erneut jegliche Dopinganschuldigungen zurückgewiesen. "Ich kann jetzt leisten, was ich will. Viele denken nun, das schafft er nur durch verbotene Mittel. Das stimmt nicht. Wer dopt, gehört bestraft. Im Moment sind aber alle in Sippenhaft. Das muß aufhören", schrieb der augenblicklich verletzte Tour-de-France-Sieger von 1997 in einer Kolumne.