Radsport Tragischer Unfall der Otxoa-Zwillinge

Ein schwerer Trainingsunfall hat dem spanischen Radprofi Ricardo Otxoa das Leben gekostet. Sein Zwillingsbruder Javier, Etappensieger der Tour de France 2000, ringt mit dem Tod.


Malaga - Ricardo Otxoa starb am Donnerstag bei der Kollision mit einem Auto. Sein Zwillingsbruder Javier schwebt laut Medienberichten aus Spanien in Lebensgefahr. Der Etappensieger der letztjährigen Tour de France erlitt bei dem Zusammenstoß in der Nähe von Malaga schwere Kopfverletzungen sowie zahlreiche Knochenbrüche an Wirbeln, Rippen, Schultern und Beinen.


Unglück auf regennasser Straße


Die beiden 26-jährigen Basken vom Team Kelme hatten sich an der Costa del Sol gemeinsam auf die neue Saison vorbereitet. Der Unfall ereignete sich auf einer viel befahrenen Landstraße bei Cartama, 50 Kilometer westlich von Malaga. Der Autofahrer, der das Unglück auf regennasser Straße an einer Autobahnabfahrt verursacht hatte, stellte sich der Polizei.

Ricardo Otxoa, spanischer Amateur-Meister von 1995, hatte seine Profikarriere 1996 beim Once-Team begonnen. Im vorigen Jahr wechselte er zu Kelme, bei dem bereits sein Bruder unter Vertrag war. Damals schworen sich die Zwillinge, dass sie sportlich immer zusammenbleiben wollten.


Javier Otxoa war der Erfolgreichere von beiden und bei der Tour de France 2000 die große Entdeckung unter den Bergspezialisten. Nach einer 155 Kilometer langen Alleinfahrt feierte er mit dem Gewinn der Pyrenäen-Etappe von Dax nach Lourdes-Hautacam seinen ersten Sieg als Profi und erreichte in der Bergwertung am Ende den zweiten Platz. In der Gesamtwertung wurde Javier Otxoa 13.



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