Umstrittener Präsident Radsport-Boss McQuaid kandidiert erneut

Er gehört zu den umstrittensten Persönlichkeiten im Weltsport: Dem irischen UCI-Präsidenten Pat McQuaid wird seit Jahren vorgeworfen, Doping im Radsport verharmlost oder gar gedeckt zu haben. Trotzdem tritt der 63-Jährige zur Wiederwahl an.

UCI-Präsident McQuaid: Mit Schweizer Hilfe wieder an die Macht?
AFP

UCI-Präsident McQuaid: Mit Schweizer Hilfe wieder an die Macht?


Hamburg - Die Schweiz ermöglicht dem Iren Pat McQuaid eine erneute Kandidatur für den Chefposten des Radsport-Weltverbandes UCI. Nachdem der irische Verband eine Kandidatur des heftig umstrittenen McQuaid für eine dritte Amtsperiode nicht unterstützt hatte, schlug der Schweizer Radsportverband den bisherigen Amtsinhaber zur Wiederwahl im September vor. "Ich bin erfreut, dass der Vorstand des Schweizer Verbandes meine Nominierung befürwortet hat", wird der 63 Jahre alte McQuaid in einer UCI-Erklärung zitiert.

McQuaid hatte 2005 in Madrid das Amt des mindestens genauso umstrittenen Vorgängers Hein Verbruggen übernommen und ist neunter UCI-Chef. Nachdem seine Nominierung in seinem Geburtsland Irland von einer kleinen Gruppe politisiert worden sei, hatte der in der Schweiz lebende McQuaid in Briefen andere Verbände um Unterstützung gebeten.

Die Glaubwürdigkeit von McQuaid ist vor allem wegen seines undurchsichtigen Verhaltens im Umgang mit der Doping-Problematik, speziell im Fall des inzwischen überführten US-Amerikaners Lance Armstrong, angezweifelt worden. Er wolle als Präsident "die Bekämpfung der Dopingplage im Radsport" fortsetzen, erklärte McQuaid nun zu seiner Motivation, erneut zu kandidieren. Ob es weitere Kandidaten geben wird, ist noch unklar.

aha/dpa



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