Radsport Verband dementiert Zabels WM-Aus

Verwirrung um Erik Zabel: BDR-Vizepräsident Schoppe soll in einem Zeitungsinterview einen WM-Start des Sprinters ausgeschlossen haben. Nun dementierte der Verband die Aussagen.


Hamburg - "Eine Entscheidung bezüglich einer Nominierung Erik Zabels für Stuttgart stand zu keinem Zeitpunkt auf der Tagesordnung. Dazu besteht überhaupt keine Eile", sagte Schoppe in der Mitteilung des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR). Der "Tagesspiegel" hatte ihn noch mit folgenden Worten zitiert: "Erik Zabel wird auf keinen Fall bei der WM starten. Es gab noch keine offizielle Beschlussfassung, aber es wird so kommen, da gibt es keine Zweifel."

Radprofi Zabel: WM-Teilnahme nicht ausgeschlossen
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Radprofi Zabel: WM-Teilnahme nicht ausgeschlossen

Zabel hatte im vergangenen Monat gestanden, im Jahre 1996 das Dopingmittel Epo genommen zu haben. Daraufhin war er als Botschafter der Weltmeisterschaft in Stuttgart im September abgesetzt worden. Auf einen Olympia-Start 2008 in Peking hatte er verzichtet. Allerdings wollte er eine Teilnahme an den Titelkämpfen nicht ausschließen.

Der BDR dementiert zudem den Bericht des "Tagesspiegel", wonach Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble BDR-Präsident Rudolf Scharping in einem Gespräch mit Kürzung der Fördermittel gedroht habe, falls man Zabel für die WM nominiere. "Man drohte uns mit dem Entzug der Mittel, wenn wir Leute wie Zabel bei der WM starten lassen. Man drohte sogar damit, die ganze WM platzen zu lassen", wird Schoppe zitiert. "Ich habe Wolfgang Schäuble weder persönlich getroffen , noch mit ihm über dieses Thema telefoniert", so Scharping.

bri/dpa



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