Italiens Rad-Idol Felice Gimondi ist tot

Er war einer der Größten im Radsport: Felice Gimondi gewann den Giro, die Tour de France und die Spanien-Rundfahrt. Der Italiener ist am Freitag im Alter von 76 Jahren gestorben.

Felice Gimondi, eine Radsportlegende
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Felice Gimondi, eine Radsportlegende


Italiens Radsport trauert um Felice Gimondi. Der 76-Jährige starb am Freitag im Urlaub auf Sizilien, wie die Polizei bestätigte. Gimondi ist einer von nur sieben Radsportlern, die alle drei großen Landesrundfahrten gewinnen konnten. 1965 siegte er bei der Tour de France, 1967, 1969 und 1976 daheim beim Giro d'Italia und 1968 bei der Spanien-Rundfahrt.

Die belgische Rad-Legende Eddy Merckx zeigte sich bestürzt über den Tod seines einstigen Rivalen. "Ich habe vor allem einen Freund verloren", wurde Merckx von der italienischen Nachrichtenagentur ANSA zitiert.

"Grazie Felice. Ein großer Italiener ist gegangen", titelte die "Gazzetta dello Sport" am Samstag. In der Tat steht Gimondi in einer Reihe mit italienischen Radgrößen wie Fausto Coppi oder Gino Bartali. Der Sohn einer Postbotin aus Sedrina war nicht nur ein begnadeter Rundfahrer. Gimondi gewann auch Radsport-Monumente wie Paris-Roubaix oder Mailand-Sanremo und wurde 1973 Straßen-Weltmeister.

"Vor zwei Wochen habe ich mit ihm noch gesprochen. Was soll ich sagen? Ich bin am Boden zerstört", sagte Merckx, der sich mit Gimondi große Duelle geliefert hatte. Und wäre "Kannibale" Merckx nicht gewesen, die Erfolgsbilanz von Gimondi wäre noch weitaus beeindruckender, als sie ohnehin schon ist.

Große Duelle mit Eddie Merckx

Gleich bei seiner ersten Teilnahme an der Tour de France holte er sich den Gesamtsieg im Alter von nur 22 Jahren und 288 Tagen, obwohl er eigentlich nur als Ersatzmann kurzfristig ins Team gerückt war. Dass nicht weitere Erfolge hinzu kamen, lag auch am fünfmaligen Champion Merckx.

Trotzdem feierte der Italiener weiter große Siege. 1967, 1969 und 1976 gewann er den Giro d'Italia, 1968 triumphierte er bei der Spanien-Rundfahrt. Einer seiner beeindruckendsten Siege war aber der WM-Titel 1973 in Barcelona, als er im Sprint einer illustren Gruppe den Belgier Freddy Maertens, den Spanier Luis Ocana und eben Merckx hinter sich ließ.

"Ich hatte keine großartige Begabung", sagte Gimondi über sich selbst. "Aber durch meine Arbeit und meinen Willen war ich erfolgreich." Wohl etwas zu viel Bescheidenheit, denn Gimondi war ein Ästhet auf dem Rennrad, ein großer Taktiker mit Kletterfähigkeiten und Stärken im Zeitfahren.

Nach seiner Karriere gründete Gimondi eine Versicherungsgesellschaft, blieb dem Radsport aber als Botschafter für die Rad-Topmarke Bianchi erhalten. Zwischenzeitlich war er auch als Berater von Marco Pantani tätig. Jener Kletterspezialist, der 1998 die Tour vor Jan Ullrich gewann und 33 Jahre nach Gimondi wieder für einen italienischen Sieg in Frankreich sorgte - und der im Gefolge der Dopingskandale so tragisch endete.

aha/dpa

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Seite 1
extra330sc 18.08.2019
1. Ach ne....
.....das ist echt schade. Gimondi war ein totaler Allrounder und Ästhet auf dem Rad. Mach es gut und auch im Himmel wünsche ich "gute Beine". Warum SPON allerdings in diesem Nachruf nebulös auf Pantani und dessen Dopingvergangenheit anspielt, Gimondis positiven Dopingtest bei der 75er TdF aber verschweigt, ist doch seltsam. Ciao ciao Felice!!!
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