Rallye Dakar Gottschalk und Al-Attiyah feiern Gesamtsieg

Die letzte Etappe verloren, aber die Gesamtwertung gewonnen: Timo Gottschalk und Nasser Al-Attiyah aus Katar sind zum ersten Mal Sieger der Rallye Dakar. Nach über 9500 Kilometern hatte das Duo fast 50 Minuten Vorsprung auf die Zweitplatzierten. Auch VW darf sich freuen.

Gottschalk und Al-Attiyah: Keiner war schneller
dpa

Gottschalk und Al-Attiyah: Keiner war schneller


Hamburg - Der Berliner Gottschalk ist nach Andy Schulz und Dirk von Zitzewitz innerhalb von neun Jahren der dritte deutsche Beifahrer, der den Rallye-Klassiker gewinnen konnte. Den erneuten Dreifach-Erfolg von Volkswagen in Argentinien und Chile machten von Zitzewitz und sein südafrikanischer Fahrer Giniel de Villiers sowie Vorjahressieger Carlos Sainz aus Spanien mit seinem Beifahrer Lucas Cruz perfekt.

Von Zitzewitz und de Villiers lagen in der finalen Gesamtwertung 49:41 Minuten hinter den Siegern. Sainz, in der Schlussphase durch technische Probleme gebremst, komplettierte mit einem Rückstand von 1:20:38 Stunden das wie im Vorjahr reine VW-Podium. Für den Wolfsburger Autobauer war es bei der dritten Austragung in Argentinien und Chile der dritte Erfolg. "Für mich ist der Dakar-Sieg ein Traum", sagte Gottschalk.

Den Vorjahres-Zweiten genügte bei der 13. und letzten Etappe von Cordoba nach Buenos Aires mit 181 Wertungskilometern in ihrem VW Touareg ein zweiter Platz für den Gesamtsieg. Die letzte Etappe entschieden Sainz und Cruz mit 38 Sekunden Vorsprung vor Al-Attiyah und Gottschalk für sich.

Die Motorradwertung gewann zum dritten Mal nach 2006 und 2009 der Spanier Marc Coma. Der KTM-Pilot setzte sich mit 15:04 Minuten Vorsprung gegen Markenkollege und Vorjahressieger Cyril Despres aus Frankreich durch.

ged/dpa/sid



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adama. 15.01.2011
1. Der Nationalismus
Zitat von sysopDie letzte Etappe verloren, aber die Gesamtwertung gewonnen: Timo Gottschalk und Nasser Al-Attiyah aus Katar sind zum ersten Mal Sieger der Rallye Dakar. Nach über 9500 Kilometern hatte das Duo fast 50 Minuten Vorsprung auf die Zweitplatzierten. Auch VW darf sich freuen. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,739748,00.html
So ging die Meldung durch die ganze deutsche Presselandschaft: Wäre es ein deutscher Fahrer, würde man einen arabischen Beifahrer gar nicht erwähnen. Der Nationalismus steckt doch noch sehr tief drin. So wäre die Meldung richtig: Den Gesamtsieg machte das Qatarisch-Deutsche Duo Nasser Al Attiyah und Timo Gottschalk mit 49:41 Minuten Vorsprung vor dem Südafrikanisch-Deutschen Duo Duo Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz sowie 01:20:38 Stunden vor den Spaniern vor Carlos Sainz und Lucas Cruz. Bei den Autos gelang Volkswagen der erhoffte Hattrick - drei Siege auf 3 Süd Amerika Dakar Rallys, dazu gleich drei VW Race Touareg auf dem Podium. Immerhin ist ein VW mit dem deutschen Werksteam das Siegerauto. Das sollte doch mal reichen für den deutschen Stolz. Echt. Soviel ignoranter Nationalismus kotzt mich an.
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