Rallye Dakar Kleinschmidt bangt und holt auf

Sportlich lief für Jutta Kleinschmidt am Donnerstag alles bestens - als Zweitschnellste kam sie ins Ziel. Doch die Veranstalter der Wüstenrallye nach Dakar drohen mit Disqualifikation. Angeblich wurde ihrem VW Touareg ein neuer Motor eingebaut.


Kleinschmidts VW Touareg: Bestzeit unter Druck
DPA

Kleinschmidts VW Touareg: Bestzeit unter Druck

Tidjikja - Zur achten Etappe von Atar ins 393 km entfernte Tidjikja in Mauretanien durfte die Gewinnerin von 2001 nur unter Vorbehalt starten. Laut Veranstalter-Informationen soll bei der Reparatur ihres Wagens Dienstagnacht ein neuer Motor eingebaut worden sein, was laut Reglement nicht gestattet ist. Obwohl seitdem mehr als zwei Tage vergangen sind, hatten die Sportkommissare am Donnerstagabend noch keine Entscheidung gefällt. "Wir haben alles offen gelegt und auch schriftlich dokumentiert. Nur haben die Sportkommissare noch nichts entschieden", sagte VW-Motorsport- Chef Kris Nissen.

Auf der Piste schien Kleinschmidt das kalt zu lassen. Auf der 355 Kilometer langen Etappe vom Donnerstag aber setzte sie ihren Frust bei ihrer 14. Rallye Dakar in ihre bisherige Glanzleistung um und schaffte sogar die zweitbeste Zeit. "Ich bin überglücklich. Heute habe ich zeigen können, was in mir und dem Touareg steckt", sagte die 41-Jährige. "Es war heute eine sehr schwere Etappe. Sie hatte von allem etwas und ging schwer auf die Reifen. Wir haben uns auch einen Reifenschaden eingefangen. Zudem war auch die Navigation sehr anspruchsvoll, aber es hat alles bestens geklappt."

Andrea Mayer: Wegen Hilfsbereitschaft abgerutscht
AP

Andrea Mayer: Wegen Hilfsbereitschaft abgerutscht

Andrea Mayer aus Hiemenhofen büßte ihren sechsten Platz knapp ein, weil sie ihrem japanischen Mitsubishi-Teamkollegen Hiroshi Masuoka zu Hilfe eilen musste. Sie und ihr Münchner Beifahrer Andreas Schulz, ein gelernter Mechaniker, verloren durch diese Aktion mehr als zwei Stunden und rutschten auf den siebten Rang ab.

Der Franzose Stéphane Peterhansel übernahm derweil mit seinem Mitsubishi wieder die Führung. Der bislang vorn fahrende Masuoka hatte Getriebeprobleme bekommen und fiel mit einem Rückstand von 1:22:32 Stunden auf den dritten Rang.



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