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Rallye Dakar: Unfall beim Prolog

Foto: STRINGER/ REUTERS

Unfall bei Rallye Dakar Mini-Cooper-Pilotin kommt von der Strecke ab - 13 Zuschauer verletzt

Schon beim Auftakt der Rallye Dakar ein Unfall mit schlimmen Folgen: Eine Fahrerin verliert die Kontrolle über ihren Wagen und rast in eine Gruppe von Fans. 13 werden verletzt, zwei sollen sich in einem kritischen Zustand befinden.

13 Zuschauer verletzt - ein schwarzer Tag gleich zum Auftakt der Rallye Dakar in Argentinien: Der Mini Cooper der chinesischen Pilotin Guo Meiling kam am Samstag in Arrecifes von der Strecke ab und raste in eine Gruppe von Fans.

Die Angaben zur Zahl der Opfer schwanken noch: Zwei Zuschauer seien bei dem Unglück schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit, acht weitere müssten ebenfalls medizinisch versorgt werden. Die Feuerwehr vor Ort spricht hingegen von drei Zuschauern, die sich nach dem Unglück in einem kritischen Zustand befänden. Bei zehn weiteren seien die Verletzungen nicht so schwer. Alle Verletzten - darunter nach Angaben der Feuerwehr auch fünf Minderjährige - seien in ein Krankenhaus gebracht worden.

"Von einer Sekunde auf die andere wurde es von einer Party zur Hölle", sagte der argentinische Rennfahrer Agustín Canapino, der Zeuge des Unfalls wurde, im Radio. "Die Pilotin ist über eine Kuppe gesprungen und hat beim Aufprall die Kontrolle über das Auto verloren - sie ist in die Leute gerast. Es war ein Albtraum."

Die Organisatoren brachen den Prolog daraufhin ab, noch bevor die Trucks die Startplätze für die erste Etappe am Sonntag von Rosario nach Villa Carlos Paz ausfahren konnten. Es war das erste Mal seit 2005 in Spanien, dass wieder ein Prolog zur Rallye Dakar gefahren wurde.

Trotz massiver Sicherheitsvorkehrungen wird die Rallye immer wieder von ähnlichen Vorfällen überschattet. Erst 2014 verstarben zwei argentinische Journalisten bei einem Unfall, seit der Dakar-Premiere 1978 sind 66 Fahrer, Zuschauer und Journalisten bei der Marathonrallye ums Leben gekommen.

Durch den neuerlichen Unfall gerieten die sportlichen Leistungen der favorisierten Teams zur Nebensache. Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah (Katar) kam im Mini an der Seite seines französischen Co-Piloten Matthieu Baumel in 6:13 Minuten als Vierter ins Ziel.

Die Bestzeit setzte der Niederländer Bernhard Ten Brinke im Toyota (6:08) vor dem Spanier Carlos Sainz (Peugeot/6:11) und dem Ford-Piloten Xavier Pons (Spanien/6:12). Die Mini-Piloten Nani Roma (Spanien) als Sechster und Dakar-Debütant Mikko Hirvonen (Finnland/beide 6:15) als Siebter fuhren ebenfalls in die Top 10.

Die 38. Ausgabe der Rallye Dakar geht insgesamt über 13 Teilstücke und 9000 Kilometer durch Argentinien und Bolivien bis nach Rosario. Insgesamt messen sich 560 Teilnehmer in 347 Fahrzeugen auf der Strecke: 136 Motorräder, 111 Autos, 55 Trucks und 45 Quads. Seit 2009 wird die Dakar in Südamerika ausgetragen.

oka/dpa/sid
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