Reaktionen zur Bach-Wahl "Eine hohe Auszeichnung für uns alle"

Thomas Bach ist neuer IOC-Präsident! Der große Favorit vereinte bei der Wahl die meisten Stimmen auf sich. Der Deutsche zeigte sich in seiner Dankesrede demütig und wandte sich auch an seine unterlegenen Konkurrenten. Die Sportprominenz feierte Bach überschwänglich.
Neuer IOC-Präsident Bach (l.), Vorgänger Rogge: "Historische Situation"

Neuer IOC-Präsident Bach (l.), Vorgänger Rogge: "Historische Situation"

Foto: Victor R. Caivano/ AP/dpa

Thomas Bach (IOC-Präsident): "Ich möchte allen meinen Freunden und Kollegen von Herzen danken, die mich gewählt haben. Ich möchte auch meinen Mitkandidaten danken, für die ich großen Respekt habe. Ich möchte in den kommenden Jahren ihr Vertrauen gewinnen. Ich weiß um die große Verantwortung eines IOC-Präsidenten. Das macht mich demütig. Ich möchte ein Präsident für euch alle sein. Ich möchte euch zuhören und in einen Dialog mit euch treten."

Joachim Gauck (Bundespräsident): "In Ihrem neuen Amt tragen Sie Verantwortung für die künftige Gestalt des IOC und seiner traditionsreichen Spiele. Sie haben sich vorgenommen, im Sport und durch den Sport Einheit in Vielfalt zu gestalten."

Hans-Peter Friedrich (Bundesinnenminister): "Es ist eine historische Situation, dass Thomas Bach gewählt wurde. Die Bundesregierung hat seine Kandidatur ausdrücklich unterstützt."

Franz Beckenbauer: "Ich freue mich, dass ich Thomas Bach zur Wahl gratulieren kann. Dass er als erster Deutscher in das höchste Amt des Sports gewählt wurde, ist eine hohe Auszeichnung für uns alle."

Wolfgang Niersbach (DFB-Präsident): "Ich freue mich sehr, dass Thomas Bach dieses klare Votum bekommen hat. Es ist eine Anerkennung für seine großartige Arbeit und ein Zeichen für die Wertschätzung des deutschen Sports."

Oliver Bierhoff (Nationalmannschaftsmanager): "Die Wahl von Thomas Bach an die Spitze der Olympischen Bewegung ist eine Auszeichnung für den gesamten deutschen Sport. Wir gratulieren und wünschen ihm alles Gute für dieses schwierige, verantwortungsvolle und sehr wichtige Amt."

Joachim Löw (Bundestrainer): "Ich weiß, dass Thomas Bach ein Fußballfan ist. Auch wir von der Nationalmannschaft haben ihm für die Wahl zum IOC-Präsidenten die Daumen gedrückt. Ich freue mich, dass man ihn gewählt hat."

Dirk Nowitzki (Basketballstar): "Ein Deutscher an der Spitze des IOC, das ist doch das, worauf wir Deutschen alle stolz sein können."

Fabian Hambüchen (Turnstar): "Thomas Bach ist ein hervorragender IOC-Präsident."

Christian Ude (Oberbürgermeister München): "Ich gratuliere Thomas Bach ganz herzlich zu seiner Wahl. Im Rahmen der Münchner Olympiabewerbung habe ich ihn als hochkompetenten und zuverlässigen Partner kennengelernt, der sich stets mit vollem Einsatz für die Belange des Sports engagiert."

Horst Seehofer (Bayerns Ministerpräsident): "Thomas Bach steht sein ganzes Sportlerleben, als aktiver Athlet genauso wie als Sportfunktionär, wie kaum ein anderer für die Olympische Idee. Sein Wirken für den Sport wird jetzt gekrönt mit dem Amt des IOC-Präsidenten."

André Lange (Bob-Olympiasieger): "Ich habe ihm die Daumen gedrückt. Nach 20 Jahren sehr guter Arbeit als Vize ist seine Wahl ein logischer Schritt."

Robert Harting (Diskus-Olympiasieger): "Gratulation an das sportliche Durchhalten, jetzt kam das olympische Feuer in ihm durch. Nun gilt es die postulierten Interessen auch durchzuziehen, um nicht blass zu wirken, besonders im Hinblick auf den Anti-Doping-Fond. Seine nun internationalen Aufgaben erlauben ihm zudem ein sicherlich nur sehr beschränktes Engagement beim DOSB. Ich könnte mir zukünftig eine Zusammenarbeit mit dem DOSB gut vorstellen, soweit sich dort neue Perspektiven ergeben. Lieber Thomas, egal wo du jetzt wohnst, Monaco, St. Tropez oder in TBH, ich komm gerne auf ne Currywurst oder einen Kaffee vorbei."

IOC-Präsidentenwahl

93 IOC-Mitglieder haben die Wahl des neunten IOC-Präsidenten entschieden. Von den 103 IOC-Mitgliedern (Stand 10. September) hatten Mounir Sabet (Ägypten), Saku Koivu (Finnland) und Patrick Chamunda (Sambia) in Buenos Aires gefehlt.

Präsident Jacques Rogge entschied, nicht mit abzustimmen. Zudem sind laut IOC-Statuten die Landsleute der Bewerber um das Präsidentenamt nicht stimmberechtigt.

Dies traf auf die sechs IOC-Mitglieder Claudia Bokel (Leverkusen), Joseph Blatter, Patrick Baumann, Gian-Franco Kasper, Rene Fasel (alle Schweiz) und Waleri Borsow (Ukraine) zu.

Die am Dienstag neu ins IOC aufgenommenen Mitglieder durften ebenfalls nicht mit abstimmen, da sie zum Zeitpunkt der Wahl noch nicht vereidigt waren.

Quelle: dpa

chp/sid
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