Regen in Wimbledon Kiefer und Mayer zum Warten verdammt

Nicolas Kiefer und Florian Mayer müssen sich bis morgen gedulden, um ihre Drittrunden-Matches zu bestreiten. Der Veranstalter sagte die Begegnungen heute aufgrund von Regen ab. Zuvor zitterte sich Andy Roddick eine Runde weiter, Marat Safin schied dagegen überraschend aus.


 Londoner Wetter: In Wimbledon ging ohne Regenschirm nichts mehr
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Londoner Wetter: In Wimbledon ging ohne Regenschirm nichts mehr

London - Nach vier Tagen Sonnenschein war es am Freitag um Punkt 16.18 Uhr Ortszeit so weit: Regen in Wimbledon. Die Hoffnungen auf die ersten völlig trockenen All England Championships seit 1995 erfüllten sich nicht. Um 19.01 Uhr sagte Geschäftsführer Chris Gorringe die noch angesetzten Matches endgültig ab. Kiefer und Mayer waren da längst schon wieder in ihren Hotels. Beide sollen ihre Begegnungen nun am Samstag nachholen. Kiefer trifft auf Titelverteidiger Roger Federer, Mayer auf Juan Carlos Ferrero. Ebenfalls am Samstag ist das Spiel des dritten Deutschen in der dritten Runde, Alexander Popp, gegen den Russen Dimitri Tursunow angesetzt. Allerdings sind auch für diesen Tag Regenschauer vorhergesagt.

Im zweiten Match des Tages zitterte sich Andy Roddick mit mehr Mühe als erwartet in die dritte Runde der 119. All England Champiponships. Der 22 Jahre alte US-Amerikaner bezwang in der Fortsetzung des am Vortages wegen Dunkelheit abgebrochenen Spiels den italienischen Qualifikanten Daniele Bracchiali mit 7:5, 3:6, 7:6 (7:3), 4:6, 6:4. Nächster Gegner des an zwei gesetzten Vorjahresfinalisten ist nun der Russe Igor Andrejew.

Bereits vor der Unterbrechung hat es in Marat Safin einen der Favoriten in der dritten Runde erwischt. Der an fünf gesetzte Australian-Open-Champion unterlag dem Spanier Feliciano Lopez mit 4:6, 6:7 (4:7), 3:6 und ist damit nach dem an vier gesetzten French-Open-Champion Rafael Nadal bereits der zweite Top-Five-Spieler und Grand-Slam-Champion dieses Jahres, der die dritte Runde in Wimbledon nicht überstand.

"Mein Spiel war heute nicht gut genug, ich konnte mich auf ihn nicht einstellen", sagte Safin. Lopez spielt nun gegen den Kroaten Mario Ancic. Lleyton Hewitt zog dagegen relativ problemlos ins Achtelfinale ein. Der Wimbledonsieger von 2002 bezwang den US-Amerikaner Justin Gimelstob mit 7:6 (7:5), 6:4, 7:5 und erreichte damit zum dritten Mal die die Runde der letzten 16 an der Church Road. Dort trifft er auf den US-Amerikaner Taylor Dent. "Gegen Taylor muss ich sicher besser spielen als heute", sagte Hewitt, "aber das Match gegen Gimelstob war eine gute Vorbereitung darauf." Der 24 Jahre alte Aufschlagspezialist Dent setzte sich mit 6:3, 7:6 (7:5), 6:3 gegen den Tschechen Thomas Berdych durch.

Bei den Damen erreichte neben der an drei gesetzten Französin Amelie Mauresmo die US-Open-Siegerin Swetlana Kusnetzowa das Achtelfinale. Dort trifft sie in einer Neuauflage des Finals von New York auf ihre russische Landsfrau Elena Dementjewa. In der French-Open-Siegerin von 2004, Anastasia Mischkina, und Elena Lichowtsewa stehen bereits zwei weitere Russinnen unter den letzten Acht. Titelverteidigerin Maria Scharapowa, Nadja Petrowa und Danira Safina waren am Freitag ebenfalls noch im Feld.



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