Regina Halmich "Am Rummel um die Prominententöchter will ich mich nicht beteiligen"

Vor 3500 Zuschauern in Berlin hat Box-Weltmeisterin Regina Halmich (Karlsruhe) mit einem technischen K.o.-Sieg in der vierten Runde ihren Titel als Weltmeisterin im Junioren-Fliegengewicht gegen die Ungarin Viktoria Varga verteidigt.


Berlin - In ihrem 23. WM-Kampf erwies sich die 23-jährige Rekord-Weltmeisterin als wahre Championesse. Die bisher ungeschlagene Ungarin Viktoria Varga war von Beginn an chancenlos, denn die Rechtsanwaltsgehilfin aus Karlsruhe zermürbte sie von Beginn an mit Körper-Kopf-Kombinationen und war in der vierten Runde nach dem zweiten Anzählen der Herausforderin umjubelte Siegerin durch technischen K.o.

Regina Halmich jubelt nach ihrer 18. erfolgreichen Titelverteidigung
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Regina Halmich jubelt nach ihrer 18. erfolgreichen Titelverteidigung

"Als Vollblutboxerin will ich noch möglichst oft solche Siege feiern. Nur so wird das Frauen-Boxen in Deutschland populär", meinte Halmich nach ihrer 18. Titelverteidigung. "Jetzt möchte ich aber noch einmal in die USA, um mich dort mit Weltklasseboxerinnen zu messen. Das ist vor allem die dort herausragende Jolene Blackshear. An dem Rummel um die Prominententöchter will ich mich aber nicht beteiligen."

Bei der gleichen Veranstaltung behauptete der bei der Hamburger Universum Boxpromotion unter Vertrag stehende Usbeke Artur Grigorian seinen WM-Titel (Version WBO) im Leichtgewicht gegen Herausforderer Sandro Casamonica (Italien) mit einem technischen K.o. in Runde neun durch. Als neuer Europameister wurde der Berliner Oktay Urkal gefeiert. Er besiegte im Kampf um den vakanten Titel im Super-Leichtgewicht den Russen Michail Kriwolapow einstimmig nach Punkten.

"Der Erfolg auf der ganzen Linie bestärkt uns, hier in Berlin weiter Box-Geschichte zu schreiben. Die nächste Steigerung wird am 1. April die Schwergewichts-WM von Witali Klitschko sein", freute sich Veranstalter Klaus-Peter Kohl über die gelungene Premiere vor ausverkauftem Haus. Als Klitschko-Gegner sind der Kanadier Donovan Ruddock oder David Izon aus Nigeria im Gespräch.



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