Volvo Ocean Race Team Sanya fällt nach Ruderbruch zurück

Dramatischer Zwischenfall beim Volvo Ocean Race: Dem chinesischen Sanya-Team ist auf hoher See das Ruder gebrochen - ausgerechnet als die Crew gerade dabei war, die Konkurrenz zu überholen. Für die Chinesen ist es bereits der dritte Schaden auf dieser Regatta.

Ruderbruch beim Sanya-Team: Erste Schadensbegrenzung auf hoher See
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Ruderbruch beim Sanya-Team: Erste Schadensbegrenzung auf hoher See


Pech für das Boot Sanya beim Volvo Ocean Race: Dem für China startende Team brach ein Ruder ab. Damit ist die Chance auf eine erste gute Etappen-Platzierung vorerst dahin. Dabei war es für die Crew bei der härtesten Hochsee-Segelregatta der Welt zuvor richtig gut gelaufen.

Der einzige Volvo 70 der alten Generation hatte zuvor eine nicht für möglich gehaltene Aufholjagd hingelegt. Nach einem frühen Rückstand von 56 Meilen steigerte Mike Sanderson, der Sieger des Volvo Ocean Races 2006 mit "ABN Amro", das Tempo.

Er zog am gesamten Feld vorbei und wurde virtuell schon auf Position eins geführt. Dann passierte das Malheur: Der Ruderschaft brach unter dem Rumpf ab. Das Luv-Ruder ging verloren. Wasser strömte in das Achterschiff.

"Es gab einen unglaublichen Knall im Heckbereich nur wenige Meter von der Position entfernt, wo ich gerade Wasser aus dem Schiff schöpfte", so Sprecher Andrés Soriano. "Ich konnte mir nicht sofort erklären, woher das Geräusch kam, bis ich mich im Licht meiner Kopflampe umsah. Das Ruder war weg. Augenblicklich strömten Wassermassen in den Raum." Die Crew kam zur Hilfe und verschloss das Loch mit einer Karbonplatte.

Es ist noch nicht klar, wie es für Sanya weitergehen soll. Es gibt ein Ersatzruder an Bord, das in der Position des alten Profils platziert oder am Heck angebracht werden kann. Für Sanya ist es schon der dritte größere Schaden auf dem Ocean Race.

An der Spitze liegt zurzeit das französische Team Groupama fast gleichauf mit dem neuseeländischen Team Camper. Das Team Puma liegt 25 Meilen zurück. Telefonica hat seine Führung nach einer forschen Halse gen Süden verloren und muss nun einen Rückstand von 50 Meilen hinnehmen. Zurzeit steuern die Yachten, die Kurs auf Südamerika nehmen, in einen heftigen Sturm - dem nächsten Etappenziel Brasilien entgegen.

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