Rudern Oxford-Achter gewinnt Themse-Rennen

Der Achter der Universität Oxford hat am Samstag mit drei Längen Vorsprung auf das Boot der Universität Cambridge die 146. Auflage der ältesten Ruderregatta der Welt gewonnen.


Siegreicher Oxford-Achter: Dem Druck standgehalten
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Siegreicher Oxford-Achter: Dem Druck standgehalten

London - Das Hochschulteam aus Oxford hat seine siebenjährige Durstrecke im geschichtsträchtigsten Ruderrennen gegen Cambridge am Samstag beendet. In der 146. Auflage des Klassikers, der von der BBC in weltweit 180 Länder übertragen wurde, siegten die Dark-Blues aus Oxford bei schwierigen Windbedingungen mit drei Bootslängen Vorsprung (18:04 Minuten). In der Gesamtstatistik führen die Light-Blues aus Cambridge jetzt nur noch mit 76:69 Siegen.

Das traditionelle Duell zwischen den Achtern der Elite-Hochschulen aus Oxford und Cambrigde hatte erneut ganz Großbritannien in seinen Bann gezogen. Nur wenige Sport-Veranstaltungen genießen im Königreich eine derartige Aufmerksamkeit, wie der seit 1829 ausgetragene showdown auf der rauhen Themse zwischen den Londoner Vororten Putney und Mortlake.

Nach zuletzt sieben Cambrigde-Siegen in Folge war die Oxford-Crew mächtig unter Druck geraten und hatte im Vorfeld Nerven gezeigt: Während eines Trainingslagers in Spanien verbrachten einige Crew-Mitglieder nach einer Kneipen-Schlägerei die Nacht im Gefängnis.

Deutsche Athleten saßen erstmals seit Jahren nicht im Boot. Mit Stefan Forster (Würzburg) und dem Berliner Marc Weber auf Schlag hatte der Achter aus Cambridge bei seinem Sieg 1998 in 16:19,25 Minuten einen Streckenrekord aufgestellt. Neben Forster und Weber, der auch Schlagmann des Deutschland-Achters war, aber mittlerweile seine Karriere beendet hat, trugen sich auch Dirk Bangert (Würzburg, 1992), Peter Hoeltzenbein (Bochum, 1994), Thorsten Streppelhoff (Dorsten, 1994) und Tim Wooge (Mülheim, 1999) in die Siegerliste ein, alle für Cambridge.



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