Rugby-WM Mitfavorit Irland startet mit deutlichem Sieg gegen Schottland

Ein Tag zum Vergessen für die Schotten: Bei der Rugby-WM verloren sie nicht nur ihre Auftaktpartie gegen Irland, sondern auch noch einen ihrer besten Spieler. Neben den Iren gewannen auch England und Italien deutlich.

Hiergeblieben: Die Iren im Vorwärtsgang, die Schotten am Boden
Annegret Hilse/REUTERS

Hiergeblieben: Die Iren im Vorwärtsgang, die Schotten am Boden


Mitfavorit Irland ist mit einem überzeugenden 27:3 (19:3) gegen Schottland in die Rugby-WM in Japan gestartet. Beim Duell des Weltranglistenzweiten gegen den Weltranglistenachten lagen die Iren bereits nach 13 Minuten 12:0 in Führung. Außer einem Straftritt von Greig Laidlaw (20. Minute) brachten die Schotten in der ersten Hälfte nichts Zählbares auf den Platz - eine schwache Leistung. Tadh Furlong verwertete den dritten irischen Versuch zum 17:3, mit 19:3 ging es in die Halbzeit. Bitter für die Schotten: Mit Hamish Watson verletzte sich bereits früh einer ihrer besten Akteure offenbar schwer am Knie.

In der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer in Yokohama eine deutlich verbesserte schottische Mannschaft. Doch selbst der Bonuspunkt für eine Niederlage mit nur sieben oder weniger Punkten Unterschied sollte ihnen nicht mehr gelingen. Im Gegenteil: Andrew Conways erfolgreicher Versuch in der 55. Minute baute die Führung der Iren weiter aus.

In Gruppe A kommt es für die Iren am kommenden Samstag zum Aufeinandertreffen mit Gastgeber Japan, die Schotten benötigen am Montag, den 30. September, unbedingt einen Erfolg gegen Samoa, um sich realistische Chance aufs Viertelfinale zu bewahren.

England souverän gegen Tonga

Mit zwei Versuchen binnen sieben Minuten war Englands Manu Tuilagi der entscheidende Akteur beim 35:3 (18:3) gegen Tonga. Das Ergebnis täuscht allerdings darüber hinweg, wie schwer sich die Engländer lange Zeit gegen den Außenseiter taten. Erst Tuilagis Versuche (23. und 30.) machten aus einem 3:3 ein 13:3. Noch besser als Tuilagi punktete übrigens sein Teamkollege Owen Farrell. Der Kapitän der Engländer sammelte bei drei Penalties und drei Conversions 15 Punkte.

Bereits am Donnerstag geht es für die Engländer gegen die USA weiter, Tonga trifft am Samstag auf Argentinien.

Italien schlägt Namibia

In einer Begegnung auf schwachem Niveau kam Italien in Gruppe B zu einem deutlichen Erfolg gegen Namibia. 47:22 (21:7) lautete der Endstand in Osaka. Mehr Punkte hatten die Italiener in ihrer WM-Geschichte nur 2011 gegen Russland erzielt. Damals waren es 51.

Nach einer frühen 7:0-Führung für Namibia (6.) taten sich die Italiener lange schwer. Erst in der 25. Minute erreichte Tommaso Allan mit einem erfolgreichen Versuch die ersten Zähler. Allan war auch mit elf Punkten der erfolgreichste Akteur der Partie, sein Teamkollege Mattia Bellini war mit 83 gelaufenen Metern die Nummer eins. Für Italien geht es am kommenden Donnerstag gegen Kanada weiter, Namibia trifft zwei Tage später auf Südafrika.

Insgesamt nehmen 20 Teams an der Endrunde teil. Nach der Vorrunde mit vier Fünfergruppen qualifizieren sich jeweils die beiden Erstplatzierten für das Viertelfinale. Dort geht es ab dem 19. Oktober im K.-o.-Modus um den Titel. Das Endspiel findet am 2. November in Yokohama statt. Weitere Infos zum Turnier finden Sie hier.

mfu



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