Irland bei Rugby-WM Bis ins Viertelfinale, aber nicht weiter

Siebenmal probiert, siebenmal nicht geschafft. Irlands Rugby-Team muss weiter auf das erste Halbfinale in seiner WM-Geschichte warten. Titelverteidiger Neuseeland dominierte die Iren - und trifft nun auf England.

Irland verlor schon wieder ein Viertelfinale bei einer Rugby-WM
Hannah Peters/Getty Images

Irland verlor schon wieder ein Viertelfinale bei einer Rugby-WM


Irlands Rugby-Nationalteam ist zum siebten Mal in der WM-Geschichte im Viertelfinale gescheitert. Die Iren verloren gegen den Rekordweltmeister und Topfavoriten Neuseeland 14:46 (0:22) und verpassten den erstmaligen Einzug in ein WM-Halbfinale.

Von Beginn an hatten die Iren große Probleme. Neuseelands Aaron Smith erzielte die ersten zwei Versuche für die All Blacks innerhalb von nur sechs Minuten (14. Minute, 20.). Beauden Barrett erzielte noch vor der Pause das 22:0 (32.) - und vorentschied die Partie noch vor der Pause.

Irland versuchte in der zweiten Hälfte, zurückzukommen, kam jedoch nicht an der starken neuseeländischen Verteidigung vorbei. Erst als Neuseeland auswechselte, kamen die Iren zu Chancen. Ein Versuch von Robbie Henshaw (69.) und ein Strafversuch (76.) kamen aber zu spät, um den All Blacks noch einmal gefährlich zu werden. Dadurch verhinderten es die Iren zumindest, als erste Mannschaft der WM-Geschichte in einem K.o.-Spiel nicht zu punkten.

Neuseelands ritueller Tanz, der Haka, den sie vor der Partie aufführten
Behrouz Mehri/AFP

Neuseelands ritueller Tanz, der Haka, den sie vor der Partie aufführten

Irland war als Weltranglistenerster mit großen Ambitionen in die WM gestartet, hatte jedoch bereits in der Gruppenphase überraschend gegen Gastgeber Japan verloren. Neuseeland trifft im Halbfinale auf England.

England - Australien 40:16 (17:6)

Die Engländer gewannen in der Präfektur Oita gegen Vizeweltmeister Australien. Nach dem verlorenen WM-Finale 2015 gegen Neuseeland wollte die australische Rugby-Nationalmannschaft in Japan den ersten Titel seit 20 Jahren holen. Dieser Plan scheiterte bereits im Viertelfinale, weil das Team in der zweiten Hälfte 36 Minuten ohne eigenen Punkt blieb.

Für England ist es der erste Halbfinaleinzug seit 2007. Bei der vergangenen WM scheiterte das Team bereits in der Vorrunde. Zuletzt konnte das Rugby-Mutterland bei der WM 2003 den Titel holen.

Zwar ging Australien durch einen Strafkick von Christian Lealiifano in Führung (12. Minute), einen Versuch schaffte das Team jedoch in der gesamten ersten Hälfte nicht. Anders die Engländer: Nach schnellen Pässen auf die linke Seite brachte Jonny May England in Führung (18.).

36 Minuten ohne australischen Punkt

Nur drei Minuten später erhöhten die Engländer. Nach einem Fehlpass der Australier in der gegnerischen Hälfte konterte England über Tom Curry, der zwar von zwei Gegenspielern eingeholt wurde, den Ball jedoch mit dem Fuß in den Lauf von May spielte (21.).

Zwar startete Australien im zweiten Durchgang mit einem frühen Versuch durch Marika Koroibete (43.), danach verpasste es das Team aber, aus aussichtsreichen Positionen zu punkten. Vor allem Englands Defensive machte den Australiern zu schaffen, nach ihrem Versuch und der erfolgreichen Erhöhung durch Lealiifano (44.) erzielten die Wallabies bis zum Ende des Spiels keinen weiteren Punkt.

In der eigenen Defensive häuften sich bei den Australiern zudem die Fehler. Vor dem eigenen Malfeld spielte Australiens Kurtley Beale einen verheerenden Fehlpass zu Anthony Watson, der nur wenige Meter bis zur Entscheidung für England laufen musste (76.).

Alle Ergebnisse und Informationen zur Rugby-WM lesen Sie hier.

hba



insgesamt 4 Beiträge
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floydpink 19.10.2019
1. Dann doch...
...deutlicher als erwartet. England hat weniger Fehler gemacht als Australien.
maphry 19.10.2019
2. Viel zu eindeutig
Beide Spiele waren durch die vielen Fehler der unterlegenen bestimmt, die die Favoriten ein leichtes Spiel hat haben lassen. Schade um die nicht existierende Spannung.
floydpink 19.10.2019
3. Puh...
... dass der Weltranglistenerste den Weltranglistenzweiten dermassen rasiert, hätte ich nicht gedacht. Die Iren waren letztes Jahr wohl deutlich stärker.
w.weiter 19.10.2019
4. Rugby WM 2019
Zwei aufregende Spiele. Mit, leider, klaren Ergebnissen. Faszinierend: Keine Mannschaft gibt auf. Bis zur letzten Minute. Die unterlegene Mannschaft kämpft weiter um noch Punkte zu holen, die überlegene Mannschft kämpft weiter um der anderen Mannschaft Respekt zu zollen. Die Zuschauer sind grandios. Man sitzt nicht getrennt, sondern nebeneinander. Jubelt beiden Mannschaften zu. Respekt voreinander. Und vor dem Schiedsrichter. Kein Lamentieren. So soll umgängliches Miteinander sein. Ich freue mich auf die nächsten Spiele. Mit "ovalen" Grüßen.
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