Rugby-WM-Finale Südafrika entthront England

Jubel in Südafrika: Die "Springboks" wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und bezwangen England im Finale der Rugby WM in Frankreich. Es war ein taktisches Kräftemessen - alle Punkte wurden durch Straftritte erzielt.

Hamburg - Südafrika bezwang England 15:6 (9:3) und feierte nach 1995 den zweiten Titelgewinn bei einer WM. Die Mannschaft von Cheftrainer Jack White wurde damit vor 80.000 Zuschauern im Pariser Stade de France ihrer Favoritenrolle gerecht. In der Vorrunde hatte Südafrika bereits 36:0 gegen England gewonnen.

"Das ist wunderbar, die Gefühle sind noch größer als ich es erwartet hatte", sagte Südafrikas Victor Matfield, "ich kann es kaum erwarten, nach Hause zu kommen und all die Südafrikaner zu sehen."

Im Finale setzten beide Teams auf die Defensive. In der gesamten Partie gelang keiner der beiden Mannschaften ein Versuch, stattdessen wurden alle Punkte mit Straftritten erzielt. Im Team der "Springboks" überzeugte dabei Percy Montgomery mit 12 Zählern. Englands Superstar Jonny Wilkinson (6), auf dem die Hoffnungen der britischen Fans ruhten, verwandelte zwei Straftritte, konnte aber nicht wie erhofft die Akzente setzen.

"Ich kann niemandem Vorwürfe machen, nicht den Spielern und nicht den Fans. Südafrika war das bessere Team und verdient den Sieg", sagte Englands Kapitän Phil Vickery.

Die Bronzemedaille der sechsten WM geht an Argentinien, das im Spiel um Platz drei gegen Gastgeber Frankreich 34:10 gewonnen hatte.

hut/dpa/rtr

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