Rugby-WM Japan braucht nur noch einen Punkt, um erstmals ins Viertelfinale einzuziehen

Bei der Rugby-WM im eigenen Land könnte sich Japan sogar mit einer Niederlage im letzten Gruppenspiel für die K.o.-Phase qualifizieren. Argentinien verlor gegen England nicht nur einen Spieler, sondern auch die letzte Chance.

Japans Rugbyspieler gewannen auch ihr drittes Gruppenspiel bei der Rugby-WM
Shuji Kajiyama/DPA

Japans Rugbyspieler gewannen auch ihr drittes Gruppenspiel bei der Rugby-WM


Gastgeber Japan hat bei der Rugby-Weltmeisterschaft den nächsten Schritt auf dem Weg ins Viertelfinale gemacht. Die "Kirschblüten" gewannen gegen Samoa 38:19 (16:9) und übernahmen mit dem dritten Sieg im dritten Spiel die Tabellenführung in der Gruppe A.

Weil sich das japanische Team durch mindestens vier Versuche einen offensiven Bonuspunkt sicherte, steht es vor dem erstmaligen Einzug in die K.o.-Phase. Japan kann nur noch ausscheiden, wenn Schottland am kommenden Mittwoch gegen Russland gewinnt, Irland Samoa schlägt und Japan im abschließenden Gruppenspiel mit mehr als sieben Punkten Unterschied gegen die Schotten verliert. Bei Niederlagen mit einer Differenz bis zu sieben Zählern bekommt die unterlegene Mannschaft einen defensiven Bonuspunkt.

Die Erst- und Zweitplatzierten aus jeder der vier Fünferstaffeln ziehen ins Viertelfinale ein. Alle Informationen und Ergebnisse der Rugby-WM finden Sie hier.

Einer der besten Japaner war gegen Samoa einmal mehr Kotaro Matsushima, der mit dem Ball 110 Meter lief - mehr als das Doppelte als der beste Spieler von Samoa, Ed Fidow. Bereits im Eröffnungsspiel der WM hatte Matshushima mit drei Versuchen eine starke Partie gezeigt.

England - Argentinien 39:10 (15:3)

Bereits ins Viertelfinale haben es die Engländer geschafft. Gegen Argentinien fiel die Vorentscheidung bereits in der 17. Minute, als der Argentinier Tomas Lavinini wegen eines Tacklings gegen den Kopf seines Gegenspielers die Rote Karte sah.

Tomas Lavanini sah Rot und verließ unter Tränen das Feld
David Rogers/Getty Images

Tomas Lavanini sah Rot und verließ unter Tränen das Feld

Lavinini verließ unter Tränen den Rasen, womöglich ahnte er bereits, was sein Team erwartete: Durch die Niederlage sind die Südamerikaner ausgeschieden. Zuletzt qualifizierte sich Argentinien 2003 nicht für das WM-Viertelfinale. England holte in der Folge seinen dritten Sieg im dritten Spiel und ist weiter.

Australien - Uruguay 45:10 (19:3)

Australien hat sich zwar gegen Uruguay durchgesetzt, muss seine Pflicht aber noch erfüllen. Im abschließenden Gruppenspiel müssen die "Wallabies" gegen Georgien gewinnen, um sicher ins Viertelfinale einzuziehen.

Neues Trikot, neue Fans: Südafrika ist bei der Rugby-WM beliebt
Dan Mullan/Getty Images

Neues Trikot, neue Fans: Südafrika ist bei der Rugby-WM beliebt

Beim Sieg gegen Uruguay trugen die Australier erstmals bei einer WM ein Trikot mit einem von den Ureinwohnern inspirierten Design. "Es zeigt, dass wir alle Australier repräsentieren, auch - und das ist wichtig - die Aborigines", sagte Kurtley Bale, der einzige Aborigine im Team des Titelfavoriten. Bisher spielten nur 14 Aborigines in der Geschichte für die australische Rugbyauswahl.

hba/dpa



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phboerker 05.10.2019
1. Japan
Dass Schottland Russland schlägt, ist sehr wahrscheinlich. Ebenso Irland gegen Samoa. Klassisch wären die Schotten gegen Japan favorisiert, aber die Japaner sind im eigenen Land bärenstark. Sie müssen und werden es aus eigener Kraft machen.
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