Rugby-WM Neuseeland gewinnt Favoriten-Duell gegen Südafrika

Sie gelten als Titelkandidaten, bei der Rugby-WM in Japan trafen Neuseeland und Südafrika nun bereits zu Beginn aufeinander. Der Sieg ging an den Titelverteidiger - vor allem dank vier starker Minuten.

Unter Druck: Neuseelands Anton Lienert-Brown (l)
Odd Andersen / AFP

Unter Druck: Neuseelands Anton Lienert-Brown (l)


Titelverteidiger Neuseeland ist mit einem umkämpften Auftakterfolg in die Rugby-Weltmeisterschaft in Japan gestartet. Im Duell der Titelträger der vergangenen drei Turniere bezwangen die All Blacks im ersten Spiel der Gruppe B Südafrika 23:13 (17:3).

20 Minuten lang schien Südafrika die Neuseeländer im Griff zu haben, mehr als eine 3:0-Führung sprang dabei aber nicht heraus. Die All Blacks hatten einige Fehler in ihrem Spiel. Erst ein verwandelter Strafkick von Richie Mo'unga (22. Minute) war der Startschuss für vier brillante Minuten des Titelverteidigers. Weil Südafrika nicht mehr so stark verteidigte wie in der Anfangsphase, erzielte Neuseeland zwischen der 22. und 27. Spielminute 17 Punkte. George Bridge (23.) und Scott Barrett (26.) erzielten Versuche.

Nach der Pause konnten die Springböcke aus Südafrika auf 13:17 verkürzen. Doch zwei Penalties in der Schlussviertelstunde ebneten dem Titelverteidiger den Weg zum Sieg, obwohl Südafrikas Cheslin Kolbe mit dem Ball über 118 Meter lief. Der zweitbeste Läufer der Partie war Neuseelands Anton Lienert-Brown, der mit 63 Metern nur fast die Hälfte lief wie Kolbe.

Für Südafrika war es die erste Niederlage in 2019. Die All Blacks, mit drei Titeln Rekordweltmeister, haben nun elf Tage lang Pause, ehe sie gegen Kanada antreten. Südafrika, Weltmeister von 1995 und 2007, bekommt es mit Namibia zu tun. Außerdem ist Italien in der Gruppe B.

Australien und Frankreich siegen

Zuvor kam in der Gruppe D Australien zu einem 39:21-Erfolg gegen Fidschi. Zu Beginn der zweiten Halbzeit betrug Australiens Rückstand neun Punkte, erst in der 61. Minute übernahmen die Aussies beim 25:21 die Führung und bauten den Vorsprung bis zum Schluss aus.

Noch enger ging es in der Gruppe C beim 23:21 (20:3) zwischen Frankreich und Argentinien zu. Frankreich schien nach den ersten 40 Minuten einen leichten Sieg einzufahren, wurde aber im zweiten Abschnitt von den Südamerikanern überrannt, die sogar 21:20 in Führung gingen. Camille Lopez brachte Frankreich mit einem Drop Kick elf Minuten vor dem Ende wieder in Führung, Argentinien verpasste in der letzten Minute durch einen Weitschuss, der das Ziel knapp verfehlte, den möglichen Sieg.

Insgesamt nehmen 20 Teams an der Endrunde teil. Nach der Vorrunde mit vier Fünfergruppen qualifizieren sich jeweils die beiden Erstplatzierten für das Viertelfinale. Dort geht es ab dem 19. Oktober im K.-o.-Modus um den Titel. Das Endspiel findet am 2. November in Yokohama statt. Weitere Infos zum Turnier finden Sie hier.

mon/hba/dpa/Reuters/sid



insgesamt 2 Beiträge
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Bärthold 21.09.2019
1. Prima!
Endlich wird eine der großartigsten Mannschaftssportarten nicht mehr ignoriert. Bitte weiter berichten!
floydpink 21.09.2019
2. Jaaa...
Zitat von BärtholdEndlich wird eine der großartigsten Mannschaftssportarten nicht mehr ignoriert. Bitte weiter berichten!
...seh' ich ganz genauso! Starkes Spiel übrigens von beiden Mannschaften. Sehr spannend auch heute morgen Frankreich - Argentinien (23:21).
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