Rugby-WM Neuseeland lässt Australien im Finale keine Chance

Titelverteidiger Neuseeland ist zum dritten Mal Rugby-Weltmeister. Im Finale gegen die All Blacks hatte Australien keine Chance - lediglich in Überzahl konnten sie Punkte gutmachen.
Neuseelands Rugby-Team: Weltmeistertitel verteidigt

Neuseelands Rugby-Team: Weltmeistertitel verteidigt

Foto: FRANCK FIFE/ AFP

Die Mission Titelverteidigung ist geglückt: Neuseeland ist zum dritten Mal Rugby-Weltmeister. Im Traumfinale gegen Australien setzten sich die All Blacks im Rugby-Tempel Twickenham in London deutlich 34:17 durch. Neuseeland ist damit die erste Mannschaft seit der WM-Premiere 1987, die erfolgreich ihren Titel verteidigt hat, und mit dem dritten WM-Erfolg alleiniger Rekord-Weltmeister.

"Das ist Wahnsinn, wir sind so stolz", sagte Neuseelands Kapitän Richie McCaw. Und Australiens Spielführer Stephen Moore sagte: "Wir haben ein gutes Finale gespielt, aber das bessere Team hat gewonnen. Das muss man einfach so sagen."

Die Neuseeländer, die 1987 bei der ersten WM und 2011 im eigenen Land den Titel geholt hatten, dominierten das Finale gegen den Weltmeister von 1991 und 1999 von Beginn an. Bereits nach sieben Minuten gingen sie mit einem ersten Kick in Führung. In der Folge ließ Neuseeland sich etwas zurückfallen und kontrollierte die Partie. Australien glich zwar per Kick auf 3:3 aus, doch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichterduos ermöglichte Neuseeland die 9:3-Führung. Zur Halbzeit führte der Titelverteidiger 16:3.

Direkt zu Beginn der zweiten Hälfte realisierte Neuseeland den zweiten Try des Spiels. Es stand 21:3. Ab der 52. Minute waren die Australier in Überzahl, Ben Smith hatte die Gelbe Karte gesehen, weil er einen Australier angehoben hatte. Sie nutzten die Chance und kamen in der Folge bis auf vier Punkte an Neuseeland heran. Mit einem Dropkick erhöhte Dan Carter für die All Blacks auf 24:17, der Vorsprung wuchs schnell wieder an.

Carter war mit 19 Punkten in seinem 112. und letzten Länderspiel der überragende Spieler der Partie. In seiner Nationalmannschaftskarriere hat er damit 1598 Punkte gesammelt - so viele wie kein Spieler vor ihm.

mrr/sid
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.