Rugby-WM Ein Strafkick entscheidet über Südafrikas Finaleinzug

Südafrika kann zum dritten Mal Rugby-Weltmeister werden. Im Halbfinale setzten sich die "Springboks" dank ihrer erfolgreichen Strafkicks durch.


Südafrika hat das Finale der Rugby-Weltmeisterschaft gegen England erreicht. Die "Springboks" gewannen ihr Halbfinale gegen Wales 19:16 (9:6). In einem Spiel mit vielen Fouls gab es insgesamt sieben erfolgreiche Strafkicks. Vier Minuten vor Schluss fiel durch einen Penalty von Handré Pollard die Entscheidung (76. Minute).

Bereits in der ersten Hälfte standen die Spezialisten für die Strafkicks im Fokus. Pollard brachte Südafrika mit einem Penalty in Führung (15.), nur wenige Minuten später glich Dan Biggar aus (18.). Die Waliser, Dritte der Weltrangliste, bekamen jedoch personelle Probleme: Mit Tom Francis und George North mussten vor der Pause zwei Spieler verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Pollard sorgte mit zwei Strafkicks erneut für die Führung der Springboks (20./35.), mit dem letzten Penalty vor der Pause verkürzte Biggar auf 6:9 (39.).

Die zweite Hälfte begann wie die erste endete, denn erneut traf Biggar per Strafkick und stellte den Ausgleich her (46.). Bis zur 57. Minute dauerte es, ehe der erste Versuch des Spiels gelegt wurde. Mit seinem Try brachte Damian de Allende Südafrika wieder in Führung (57.), die anschließende Conversion verwandelte Pollard zum 16:9 (58.). Doch auch diese Führung hatte nicht lange Bestand, denn Wales gelang dank Josh Adams ebenfalls der erste Try (65.) und durch die Conversion von Leigh Halfpenny der erneute Ausgleich (66.). Die Entscheidung fiel dann jedoch per Strafkick: Vier Minuten vor Schluss traf Pollard zum 19:16-Endstand.

Bereits am Samstag hatte England überraschend Neuseeland 19:7 (10:0) besiegt und zog dadurch ins Endspiel ein. Am 2. November spielt Südafrika in Yokohama um seinen dritten, England um seinen zweiten WM-Titel. Am 1. November spielt Wales gegen Neuseeland um Platz drei.

ptz



insgesamt 4 Beiträge
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peteatro 27.10.2019
1. Rugby WM für Deutschland
Fussball ist auch nicht schlecht, aber Rugby ist besser, habe ich bei dieser Rugby WM in Japan gelernt. Was für männliche Typen, welch irrer Körpereinsatz, welcher Respekt für die Regeln. Sportsmänner wie Krieger. Das brauchen wir in Deutschland. Leipzig, bewerbt euch um die Ausrichtung der Rugby WM und macht's wie die Japaner, holt euch ein paar gute Spieler aus traditionellen Rugbyländern fürs Team.
superruby 27.10.2019
2. Nkosi sikelele
Super spannendes Halbfinale mit dem besseren Ende für South Africa.
Remy9999 27.10.2019
3. Erfreulich..
..dass in deutschen Medien auch mal endlich über diesen tollen Sport (immerhin ist die Rugby-WM das 3.grösste Sportereignis der Welt) berichtet wird - zwar noch wenig, aber immerhin... Und wenn ich mir was wünschen dürfte: gebt die Macht der Rugby-Schiedsrichter an die Fussball-Schiedsrichter! Anreden des Schiris mir "Sir", es redet nur der Kapitän mit dem Schiri und wenn der was sagt, dann ist das so und es wird nicht ewig rumlamentiert....
f.j.meinemeinung 28.10.2019
4. Super spannend
Beide Spiele waren super spannend wobei das Spiel England gegen Neuseeland war die Krönung. Mit welchem Einsatz da gespielt wird sucht ihresgleichen. Und dann diese gute Zusammenarbeit der Schiedsrichter und der Respekt der Spieler vor den Entscheidungen echt toll anzusehen. Wenn man anschließend ein Fußballspiel sieht wo dann bei einem leichten Kontakt gleich der Notarzt kommen muss und jeder mit jedem diskutiert. Wirkt der ganze Fußball nur noch lächerlich.
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