Russischer Dopingskandal Vizechef des Leichtathletikverbands tritt zurück

Der wegen Doping-Vorwürfen unter Druck stehende Olympiasieger Andrej Silnow hat seinen Posten als Vizepräsident des russischen Leichtathletikverbands geräumt.

Andrej Silnov (2017)
Alexander Zemlianichenko/AP

Andrej Silnov (2017)


Andrej Silnow ist als Vizepräsident des russischen Leichtathletikverbandes (Rusaf) zurückgetreten. Das teilte der Verband nach einem Treffen des 34-Jährigen mit Rusaf-Präsident Dmitri Schljachtin mit. Silnow war zuvor wegen Doping-Vorwürfen aus seiner aktiven Zeit unter Druck geraten. Der Hochsprung-Olympiasieger von 2008 muss sich wegen einer verdächtigen Probe von 2013 verantworten.

Die Welt- und Europameisterin im Hochsprung, Marija Lassizkene, hatte zuvor ein System des gegenseitigen Deckens unter Sportfunktionären kritisiert. Nachdem der Leichtathletik-Weltverband IAAF die Sperre des russischen Verbandes verlängert hatte, forderte sie die Führung der Organisation zum Rücktritt auf. Der Rusaf ist nach der Aufdeckung des Skandals um staatlich gelenktes Doping seit November 2015 für internationale Wettkämpfe gesperrt.

Im Fall des ebenfalls verdächtigten Hochspringer Danil Lyssenko kündigte der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Stanislaw Posdnjakow "harte Maßnahmen" an und bemühte sich gleichzeitig, den Verdacht eines betrügerischen Systems zu zerstreuen: "Der Fall Lyssenko trägt einen individuellen Charakter. Gegen jene Personen, deren Schuld erwiesen wird, werden die schärfsten Maßnahmen ergreifen."

sak/dpa



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