Verpasste Dopingtests Schwimm-Olympiasiegerin Meilutyte droht lange Sperre

Mit 15 Jahren gewann sie Olympia-Gold und erreichte die Weltspitze im Schwimmen. Zuletzt wurde es ruhiger um Ruta Meilutyte. Nun droht ihr eine Zwangspause - sie soll drei Dopingkontrollen verpasst haben.

Ruta Meilutyte (Archivbild)
AFP

Ruta Meilutyte (Archivbild)


Schwimm-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin Ruta Meilutyte droht wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Regularien eine Sperre von bis zu zwei Jahren. Dies gab der nationale Verband ihres Heimatlands Litauen bekannt. Demnach habe der Weltverband Fina mitgeteilt, dass Meilutyte innerhalb von zwölf Monaten dreimal nicht für unangekündigte Dopingkontrollen aufzufinden gewesen sei.

Um Tests außerhalb von Wettkämpfen zu ermöglichen, müssen Spitzenathleten ihre Trainingszeiten angeben sowie täglich den Ort sowie eine Stunde benennen, während derer sie für unangekündigte Kontrollen zur Verfügung stehen. Bei Meilutyte waren diese Daten am 22. April und 19. August 2018 sowie 28. März 2019 demnach nicht zutreffend, als Kontrolleure bei ihr Dopingtests durchführen wollten. Die 22-Jährige könnte nun eine Wettkampfsperre zwischen 12 und 24 Monaten erhalten. Darüber wird die Fina voraussichtlich nach einer Anhörung der Athletin entscheiden.

Meilutyte zählte einst zu den besten Brustschwimmerinnen der Welt. Bei den Olympischen Spielen in London 2012 gewann sie überraschend die 100-Meter-Strecke, die Bilder der damals 15-Jährigen, die unter Tränen ihre Goldmedaille erhielt, gingen um die Welt. Auf dieser Distanz holte sie 2013 und 2015 auch WM-Gold. 2013 verbesserte sie zudem den damaligen Weltrekord über 100 Meter um eine Zehntelsekunde.

Meilutyte bei den Olympischen Spielen 2012
Barbara Walton / DPA

Meilutyte bei den Olympischen Spielen 2012

Die ganz großen Erfolge blieben in den Folgejahren aus. 2015 unterlag sie Julia Jefimowa im Kampf um WM-Gold über 100 Meter Brust. Zuletzt wurde sie 2018 Vize-Weltmeisterin über 50 Meter Brust auf der Kurzbahn. Im vergangenen Jahr sprach sie darüber, dass sie unter Depressionen leide.

mon/sid



insgesamt 2 Beiträge
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aliof 08.05.2019
1. Glasklarer Hinweis auf Doping
.. daher ja auch die strikte Regelung , d.h. Bestrafung , Sperre. Interessant , wie vorsichtig (und eigentlich lückenhaft) im Text berichtet wurde :: Drei (3) Mal sei die Dame nicht angetroffen worden. :: 3 Mal in 365 Tagen :: Damit ich diese Aussage aber einordnen könnte, müßte ich noch wissen, wie oft sie denn angetroffen wurde, wie oft eine Kontrolle erfolgte. Und wie oft üblicherweise Athleten kontrolliert werden.
kopi4 08.05.2019
2.
Im Artikel zu lesen: sie wurde 2013 und 2015 Weltmeisterin über 100 m Brust. Im selben Absatz dann das sie 2015 über 100 m Brust Vizeweltmeistern wurde. Kann ja nicht beides richtig sein...
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