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24. November 2018, 19:07 Uhr

Schach-WM in London

Carlsen und Caruana auf dem Weg zum "Armageddon"

Und wieder ein Remis: Bei der Schach-Weltmeisterschaft zwischen Magnus Carlsen und Fabiana Caruana gibt es auch nach elf Partien noch keinen Sieger. Alles deutet auf einen Tiebreak hin.

In der elften WM-Partie haben sich Schach-Weltmeister Magnus Carlsen und Herausforderer Fabiano Caruana zum elften Mal auf Remis geeinigt. Nach 55 Zügen gaben sich die Spieler die Hand. Carlsen hatte zu diesem Zeitpunkt mit Weiß zwar einen Bauern mehr auf dem Brett, ansonsten aber nur ungleichfarbige Läufer, sodass es keine echten Siegchancen gab.

Bereits im 14. Zug war es zum Damentausch gekommen, in der Folge konnte sich keiner der beiden Spieler einen echten Vorteil erarbeiten. Insgesamt verlief die Partie recht spannungslos.

Nach einem weiteren Ruhetag kommt es am Montag zur zwölften und damit letzten regulären Partie der diesjährigen Weltmeisterschaft. Sollte es dann das nächste Remis geben, folgt ein Tiebreak. Dabei werden zunächst vier Partien im Schnellschach gespielt, bei denen die Bedenkzeit auf 25 Minuten verkürzt wird. Wenn danach immer noch kein Gewinner feststeht, folgen maximal zehn Partien im Blitzschach mit nur noch fünf Minuten Bedenkzeit.

Sollte es auch danach beim Remis bleiben, fällt die Entscheidung in der Variante "Armageddon". Dabei hat Weiß fünf und Schwarz nur vier Minuten Bedenkzeit. Dafür wird Schwarz zum Sieger erklärt, falls es zum erneuten Remis kommen sollte. Bislang wurde noch keine Schach-WM im "Armageddon" entschieden, zwischen Carlsen und Caruana könnte es aber der letzte Ausweg sein.

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