Schach-WM in London Carlsen verletzt sich am Auge und vergibt Chance auf ersten Sieg

Nach neun Partien bei der Schach-WM ist Magnus Carlsen sichtlich gezeichnet. Das liegt aber nicht an Herausforderer Fabiano Caruana. Einen Sieger gab es noch immer nicht.
Magnus Carlsen

Magnus Carlsen

Foto: FACUNDO ARRIZABALAGA/EPA-EFE/REX

"Das Match heizt sich auf." Mit diesen Worten kommentierte Schachweltmeister Magnus Carlsen in den sozialen Medien ein Foto, das ihn mit einer Verletzung am rechten Auge zeigt. Zur neunten WM-Partie in London ist Carlsen mit einem Pflaster angetreten. Der Grund ist ein leichter Cut, den er sich allerdings nicht am Brett gegen Herausforderer Fabiano Caruana zugezogen hat.

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Carlsen hatte den Ruhetag genutzt, um mit Freunden Fußball zu spielen. Dabei stießen er und ein Gegenspieler mit den Köpfen zusammen. Glücklicherweise erlitt der Norweger dabei keine Gehirnerschütterung und konnte die Weltmeisterschaft wie geplant fortsetzen - mit demselben Ergebnis wie an jedem Tag seit Beginn der WM.

In der neunten Partie war Carlsen nach einer schnell gespielten Eröffnung im Vorteil und hätte Caruana unter Druck setzen können. Doch durch einen überhasteten Vorstoß mit dem h-Bauern legte er seinen König bloß und war in der Folge zum Damentausch gezwungen. Im Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und gleicher Anzahl von Bauern war das neunte Remis in der neunten Partie unumgänglich.

"Ich hatte eigentlich einen komfortablen Vorteil, aber gab ihn her. Das war schwach", sagte Carlsen. Nach dem 56. Zug einigten sich die Spieler wieder auf Remis. Damit haben beide nach neun Partien 4,5 Punkte. Um Weltmeister zu werden, benötigt ein Spieler 6,5 Punkte.

Sollte es nach zwölf gespielten Partien keinen Sieger geben, kommt es zum Tiebreak. Dann entscheiden Schnellschach, Blitzschach und wenn nötig die Variante "Armageddon" über Sieg und Niederlage. Dabei wird die Bedenkzeit der Spieler immer weiter verkürzt.

mmm/dpa/sid